Mal wieder Veitstanz

Hinweis: Dieser Artikel ist veraltet und entspricht nicht mehr meinen aktuellen Ansichten.

Freitag war wieder Veitstanz im Culteum und ich hab’s endlich wieder hin geschafft. Cooler Weise nicht allein, der Biertige war mit von der Party, wie dieses Bild, zu finden auf www.derkleinegoth.de, beweist. Außerdem brauchte er eine Freundin von sich mit und ein weiterer Freund von den Beiden stieß später dazu. Dieser fiel mir schon vor zwei Wochen im R[h]einschwarz auf, dort hatte er einen auffälligen weißen Anzug an und auch die Kugel, die er, wenn er nicht tanzte, ständig über seine Arme rollen ließ, fiel auf.

Die Musik war wie schon vor zwei Monaten absolut spitze und wieder verschwand ich eigentlich nur von der Tanzfläche, um zu verschnaufen. Allerdings war dies nicht das einzige, was dieses Mal genial war:

Ich bin angebaggert worden. Von einem Typen, von dem ich denke, dass er wahrscheinlich hetero ist. Der nicht allzu betrunken war, weshalb ich denke, dass er mich wirklich für genetisch weiblich hielt. Das bedeutet mir viel, denn es zeigt, dass mein Passing funktioniert. 🙂

Außerdem hat der Fakt, dass er sich nicht hat volllaufen lassen, den Vorteil, dass er durchgängig freundlich bliebt und sich nicht unangenehm angenähert hat – Es ist bei einem netten Gespräch geblieben.

Gehen lassen wollte er mich dennoch am Liebesten nicht, als ich mich gegen 3:00 verabschiedete, da ich Samstag morgen noch DSA spielen wollte. Aber da wir im Gespräch festgestellt haben, dass wir eigentlich beide recht regelmäßig im Culteum sind (bzw. in meinem Fall sein werde), war es für ihn dann okay.

Besonders seltsam war es für mich, dass er mich, als „Herr Mannelig“ lief, während ich mich leider erstmal erholen musste, frage, ob es für mich okay sei, wenn er tanzen gehe. Natürlich war es das für mich. Irgendwie war es aber sowieso insgesamt seltsam, von dem Geschlecht angebaggert zu werden, von dem ich nicht sicher weiß, ob ich mir eine Beziehung oder ähnliches mit ihm vorstellen kann.

Sollte ich dem Herrn, dessen Namen ich bisher nicht kenne, das nächste Mal im Culteum wieder begegnen, werde ich ihm aber auf jeden Fall mitteilen, dass ich auf biologischer Ebene nicht das bin, wofür er mich hält. Alles andere fände ich ziemlich unfair.

Alina

R[h]einschwarz, die Erste

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber letzten Samstag war ich mit einer guten Freundin endlich wieder im Culteum.  Diesmal nicht zum Veitstanz, sondern zum so genannten R[h]einschwarz. Vorher waren wir gemeinsam Werwölfe von Düsterwald spielen. Wer das Spiel nicht kennt, sollte es sich unbedingt mal ansehen!

Dass das Culteum klasse ist, brauche ich, denk ich mal, nicht wiederholen. Musikalisch hat mir das R[h]einschwarz sehr zugesagt und mich doch ziemlich an die Goth-Nights im Ela Ela in Schleswig erinnert. Was mich dran erinnert, dass ich es unbedingt irgendwann einrichten sollte, dass ich dazu passend im Norden bin… Mal sehen, wann das was wird.

Außer meiner guten Freundin waren noch zwei weitere Bekannte von ihr mit. Vom dem einen hab ich aber nicht viel mitbekommen, da er den Großteil der Zeit an der Bar war. Mit der anderen habe ich mich aber in einer Tanz-Pause gut unterhalten.

Irgendwann um 2:00 oder so machten wir dann Feierabend. Meine Freundin rief ihren Freund an, dass sie sich auf den Heimweg machte und bat ihn noch gefüllte Paprika zu machen, ich wurde zum Essen eingeladen, fuhr also noch mit zu den Beiden. Die Paprika war genialst und ich hab jetzt ein schlechtes Gewissen, da ich jetzt zum dritten Mal auf ihre Kosten gegessen hab, aber selbst noch nicht die Gelegenheit hatte, die Beiden zu bekochen. Naja, ich werd’s nachholen.

Nach dem Essen führ ich dann um kurz nach 4:00 mit einer Bahn und dürfte gegen 5:40 zu Hause gewesen sein. Mein Heimweg führte mich am Culteum vorbei, aus dem noch immer vereinzelt Leute kamen.

Zu Hause angekommen viel ich dann einfach ins Bett 😉

Zum Abschluss dieses Beitrags ein wenig Foreshadowing: Ich will in Kürze noch einmal über meine Namen und vor Allem den Umgang mit diesen Bloggen, da immer wieder Fragen auftauchen. Solltet einer meiner lieben Leser diesbezüglich noch Fragen haben: Jetzt ist der Zeitpunkt sie zu stellen 😉

Alina

Ein spontan langer, aber verdammt toller Abend.

Und wieder mal blogge ich über den Abend des Vortags 😉 Gestern Abend wurde ich vom Biertigen besucht (im Post über meinen Geburtstag habe ich ihn fälschlicher Weise den Bärtigen genannt; Der Biertige passt einfach noch besser 😉 ). Ich wusste schon ein paar Tage, dass wir uns, bevor ich gen Norden fahr, nochmal treffen wollten, eigentlich hatten wir aber Dienstag für’s Treffen ins Auge gefasst. Gestern Abend schrieb er mich dann spontan an, was ich vorhabe, und ob ich nicht Lust hätte, dass er noch von Heidelberg schnell rüber nach Karlsruhe kommt. Da ich Zeit hatte, stimmte ich zu.

Wir trafen uns primär aus folgendem Grund: Ab dem 27.12. ist ja ein tolles Treffen in Bremen, wie ich bereits erwähnte. Dort wird der Biertige ein Pen and Paper Rollenspiel leiten, bei dem ich mitmachen werden. Um die Atmosphäre noch zu verdichten, will er mit jedem Spieler die Hintergrundgeschichte seines Charakters ausspielen. Ich war gestern Abend dran.

Nachdem ich den Biertigen also von der S-Bahn Station abgeholt hatten, gingen wir rüber in die ATIS, den Rechnerpool des Informatiker-Baus der Uni, und belegten dort einen Notebook-Raum. Da in der ATIS Freitags Abends nichts los ist, war dies der Ort der Wahl, denn die einzige Alternative, mein Zimmer, bot und bietet nur wenig Platz.

Nach drei Stunden intensiven Rollenspiels waren wir gegen 22:00 Uhr fertig mit meiner Vorgeschichte. So genial sie auch ist, da eine Mitspielerin von Hauptplot möglicherweise mitliest, kann ich die Geschichte noch nicht erzählen, sonst würde ich zu viel spoilern. Sobald das Szenario aber abgeschlossen ist, werde ich es gern hier veröffentlichen.

Der Biertige und ich entschieden uns, den Abend noch nicht enden zu lassen und gingen – mal wieder – in den Drachen, den er noch aus der Zeit kannte, als es das Casa Noctis war. Er fand die neue Location genauso gut wie ich. Nachdem wir dort bis nach Elf bei Met und Bier geplaudert hatten, entschieden wir uns, noch mal ins Unverschämt zu gehen. Dort war gestern wieder Friday Hard Stuff, diesmal mit Gothic/EBM im zweiten Raum.

Hatte ich beim letzten Mal noch gedacht, es war gut, keinen Eintritt gezahlt zu haben, so hat es sich dieses Mal echt gelohnt. Die Musik war absolut top, ich hab viel getanzt. Wenn ich mich zwischen Veitstanz und Friday Hard Stuff entscheiden müsste, würde die Wahl zwar fast immer auf Veitstanz fallen, aber FHS ist eine wirklich nette Veranstaltung, um hin und wieder dort zu sein.

Gegen Viertel vor 2 endete dann der Abend doch. Während der Biertige Glück hatte, direkt eine Bahn zu erwischen, ist mir auf dem ganzen Heimweg keine Begegnet, die in meine Richtung fuhr, also ging ich rund eine Stunde zu Fuß. Nicht tragisch, ich war trotz allem recht fit, aber ich sollte mich doch mal damit auseinander setzen, wie ich nachts wo weg komme 😉

Alina

Ein bisschen Nachtleben und ein bisschen Weihnachten

Da hab ich mir gestern noch gedacht: „Hmm, dass ist das erste Weihnachten ohne Adventskalender. Naja, ich werds überleben 😉 „, und was kommt heute mit den Plätzchen, die meine Eltern mir schicken? Ein Adventskalender! Da konnte ich dann direkt drei Türchen öffnen und anfangen, meinen Schokobedarf für heute zu decken 😉

Ich habe ja gestern berichtet, dass ich mit einem Kumpel aus meiner Lerngruppe – nennen wir ihn den Archer, weil er Arch-Linux als Betriebssystem nutzt 😉 – in den Drachen wollte. Wir trafen uns um halb neun an der für uns günstigsten Haltestelle und gingen gemeinsam die paar Schritte zum Drachen. Und drehten wieder um.

Nicht, dass der Drache uns vom Ambiente nicht gefallen hätte, aber es war einfach viel zu voll. Ich denke, ich werde ihn mir demnächst sicher noch mal ansehen, aber gestern hätt’s echt keinen Spaß gemacht.

Also musste eine Alternative her. Da ich nicht im Kopf hatte, wo was stattfand, kein Internetzugriff mit meinem Handy habe und das Handy des Archers leider am leeren Akku scheiterte, gingen wir kurz zu mir, um online nachzusehen, was denn wo stattfand. Wir entschieden uns dafür, ins Unverschämt zum Friday Hard Stuff zu gehen.

Da wir schon vor 22:30 Uhr dort ankamen, kamen wir noch gratis rein, was auch gut so war. Die Musik war okay, aber fünf Euro Eintritt wäre es mir nicht wert gewesen. In einer größeren Gruppe hätte es vielleicht auch noch besser sein können, aber so muss ich zugeben, dass ich dann doch lieber bald mal wieder zum Veitstanz gehe 😉

Alina

Veitstanz im Culteum

Es ist zwar schon wieder gut eine Woche her, aber wegen dem Blogumzug und privat einigen Komplikationen bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu berichten: Am letzten Freitag war Veitstanz im Culteum, einer Disko, die nur rund 10-15 Minuten zu Fuß von hier entfernt ist.

Der Veitztanz ist eine regelmäßige Veranstaltung des Culteums, bei dem der Musikstil laut Flyern „Mittelalternativ“ ist, was die Sache ganz gut beschreibt, wie ich finde. Für die, die mit diesem Begriff noch nicht viel anfangen können: Es handelt sich um Rock oder Metal, der durch Mittelalterliche Musikinstrumente ergänzt und inhaltlich von mittelalterlich anmutenden Themen geprägt ist.

Begleitet wurde ich vom Schwertbesitzer und der Gewandeten, die ihn besuchte (erwähnte ich, dass die beiden mittlerweile ein Paar sind?). Nachmittags war ich mit der Gewandeten shoppen, den der feminine Teil meines Kleiderschrankes wies noch nicht wirklich viele warme Sachen für den Winter auf.

Nachdem die beide nochmal einige Stunden bei ihm zu Hause waren, während ich noch arbeitete (ja, ich jobbe neben dem Studium), am Abend trafen wir uns dann bei mir, um gemeinsam zum Culteum zu gehen. Vorher noch schnell geduscht, umgezogen und mein Zimmer etwas aufgeräumt, da ich wusste, dass die beiden über Nacht bleiben würden, dann waren die beiden auch schon da. Los ging’s also zu meinem ersten Veitstanz.

Was soll ich sagen? Ich war dermaßen positiv überrascht, dass ich mir fest vorgenommen habe, regelmäßig hin zu gehen. Ich habe den halben Abend getanzt (und noch zwei Tage später davon Muskelkater gehabt), den Rest der Zeit Kräfte fürs nächste Tanzen gesammelt. Wenn ich mehr Ausdauer oder weniger Asthma hätte (und meine Muskulatur wieder etwas trainierter wäre), hätte ich den ganzen Abend durchtanzen können – die Musik hätte es jedenfalls zugelassen.

Außerdem erinnerte mich die Location vom Baustil her sehr an das kir in Hamburg, dem Ziel meines ersten Ausflugs als Alina. Wer sich dran erinnert, dass mir das kir sehr gefallen hat, kann daraus richtiger Weise folgern, dass mir auch das Culteum sehr gefällt 😉

Um 2:00 wollten wir dann eigentlich Aufbrechen, was wir dann aber immer weiter verschoben, da uns ständig gute Musik dazwischen kam. Erst nach 3:00 konnten wir uns dann los reißen und ließen den wundervollen Abend ausklingen.

Faziz: Veitstanz ist toll, besonders, wenn gute Freunde dabei sind 🙂

Saltatio Mortis mit Cumulo Nimbus

Am gestrigen Donnerstag, den 17.11.2011, spielten Saltatio Mortis mit den fantastischen Cumulo Nimbus als Vorband im Stuttgarter LKA. Um rechtzeitig da zu sein, ließ ich die Vorlesung „Höhere Mathematik“ ausnahmsweise ausfallen (ich befürchte, ich werde es mit Veröffentlichung des nächsten Übungsblattes bereuhen) und traf mich mit dem Schwertbesitzer.
Schon in den Bahnen nach Stuttgart trafen wir einige Gestalten, die wir später auf dem Konzert wieder trafen. Außerdem wurde ich mehrfach auf mein Outfit (Rüschenhemd, Zylinder, Gehstock, Mantel) angesprochen und ein wildfremder Herr fragte, ob er ein Foto machen dürfte, was ich ihm auch erlaubte.

Wir waren rund 20 Minuten nach dem Einlass in der Halle und konnten uns bequem in die 5 Reihe stellen – so dicht an der Bühne war ich seit dem Tiamat-Konzert auf dem M’era Luna nicht mehr.
Eine Weile später kam dann Cumulo Nimbus auf die Bühne und ich war entsetzt: Der Bassist hatte sich erdreistet, mein Outfit nachzumachen! (Nein, es war nicht exakt das gleiche und nein, ich glaube nicht wirklich, dass er mich nachgemacht hat. Es war einfach nur ein witziger Zufall, auf den ich bei der Autogrammstunde noch vom Gitarristen der Band angesprochen wurde: „Bist du das Double von unserm Bassisten?“)
Ich war sehr positiv überrascht von der Band. Trotz einiger kleinerer Pannen (verpasste Einsätze, beim Headbangen die Kette mit den Haaren verknoten, …) verstanden sie es, das Publikum so sehr zum Mitmachen zu animieren, wie ich es noch nie bei einer Vorband erlebt habe. Aber das war definitiv gerechtfertigt: Wer Mittelalter-Rock mag, sollte unbedingt mal in Cumulo Nimbus rein hören, sie sind ab sofort mein Geheimtipp. Daher hat’s mich auch nicht richtig gewundert, dass das Publikum eine Zugabe verlangt hat (was ich übrigens auch noch nie bei einer Vorband erlebt hab).

Anschließend spielen uns Saltatio Mortis kaputt. Mit vielen Songs vom neuen Album, aber auch bekannten Klassikern wie „Prometheus“ oder „Falsche Freunde“ im Gepäck war ihr erklärtes Ziel, niemanden aus der Halle zu lassen, bevor er nicht vom Tanzen komplett durchgeschwitzt war. Es gelang. Am Ende des Konzertes war ich heißer, meine Hände brannten und ich war glücklich 😉
Anschließend war dann Autogrammstunde. Der Schwertbesitzter hatte seine Saltatio Mortis-Fahne zum signieren mit, ich hatte etwas viel besseres dabei – Meine Uni-Unterlagen mitsamt meinem GBI (Grundbegriffe der Informatik)-Übungsblatt-Deckblatt (welches ich heute zusammen mit meinen Lösungen abgegeben hab). Ja, genau dieses Deckblatt hab ich mir signieren lassen 😀 Die Band war dann noch so freundlich, mir volle Punktzahl und Zeitaufschub für die Abgabefrist auf dem Blatt zu vermerken, allerdings nicht, bevor sie nicht Bauklötze gestaunt haben, was ich ihnen da hin halte 😉 Bin gespannt, wie mein Tutor reagiert, denn ich habe bei meinen Lösungen vermerkt, dass ich ihm eine Tafel Schokolade ausgeb, wenn er mir sagen kann, welche Band da auf meinem Deckblatt signiert hat 😉 Ich bin mir bei ihm aber sehr sicher, dass er mir das nicht negativ anrechnet, dass das Blatt etwas modifiziert wurde. War jedenfalls sehr spaßig ^^

Auf der Rückfahrt trafen wir dann erneut auf einige andere Konzertbesucher, die einen Großteil der Strecke gemeinsam mit uns fuhren. Um 2:00 war ich dann schließlich zu Hause und legte mich schlafen, um heute pünktlich um 7:00 wieder auf zu stehen. 😉

Eine Kleinigkeit möchte ich nochmal erwähnen, da ich mehrfach drauf angesprochen wurde, dass es hier im Blog wohl anders klingt: Ich lebe derzeit nicht primär als Alina, sondern zu höchstens 40, eher nur 30%. Auf dem Konzert gestern war ich zum Beispiel als Mann und hab mich so auch wohl gefühlt 🙂

Kleines Update

Gut, viel wird das hier nicht, aber ich wollte zumindest ein bisschen was Posten 😉 Vor genau einer Woche, am 25.10., spielten ASP mit Vorband Lahannya (ich liebe beide Bands) in Stuttgart, ich war mit dem Schwertbesitzer und (nebenher erwähnt) als Alina dort, obwohl wir im Voraus wussten, dass wir erst um am nächsten Tag um 7:00 zu Hause sein würden (doofer Streik der öffentlichen Verkehrsmittel 🙁 Nichts gegen den Streik an sich, aber warum ausgerechnet an dem Tag? 🙁 ). Ich hätte eigentlich am Mittwoch um 8:00 eine Lineare Algebra Vorlesung gehabt, aber ich hab nicht viel verpasst, obwohl ich bis 13:00 geschlafen hab 😉 Abends war noch ein Tutorium zum selben Stoff, ich hab’s da dann direkt nachholen können. Von dem Tag an war ich bis einschließlich Montag Morgen Alina. Fühlte sich einfach richtig an. Das ist ein wenig schwer zu jemanden zu erklären, der es nicht kennt, aber ich fühle mich manchmal als Mann unwohl, das war letzte Woche der Fall. Ich vermute, wenn ich ausreichend Klamotten hätte, wäre ich auch nicht seit gestern morgen wieder Mann. Es fühlt sich derzeit zwar nicht falsch an, aber ich bin mir recht sicher, ich würde mich im Moment als Alina noch etwas wohler fühlen. Ich vermute, dass diesen Gefühl irgendwann nicht mehr da sein wird. Noch ist es neu und spannend, wann ich will Alina sein zu können. Wenn es irgendwann normal wird, wird, denke ich, der Wunsch danach nachlassen. Und wenn nicht: Nun, dann bin ich wohl doch Transsexuell. Aber ehrlich gesagt ist es einfach noch zu früh sich dazu eine Meinung zu bilden. Time will tell 😉 Ich wollte den Gedanken nur mit denjenigen teilen, denen er möglicherweise noch neu ist. Ansonsten kann ich sagen, dass Höhere Mathematik… seltsam ist. Der Stoff ist schwer, unser Übungsleiter und auch unser Tutor (Übungsleiter ist für die Übungsblätter, die wir bearbeiten müssen, zuständig, Tutor ne Art Nachhilfelehrer, nur ist es eben keine Nachhilfe sondern eine reguläre Veranstaltung) sind gelinde gesagt sehr schlecht, einzig unser Prof, der in der Vorlesung den Stoff behandelt, ist gut. Leider ist er nicht nur gut, sondern auch schnell. Verstehen ist nicht mehr Teil der Vorlesung: In der Vorlesung wird nur mitgeschrieben. In Lineare Algebra sind Übungsleiter und Prof weniger gut, dafür unsere Tutorin klasse. Es läuft derzeit echt rund. Und muss ich über Programmieren und Grundbegriffe der Informatik reden? Dort lern ich derzeit nichts neues, von daher verfolge ich beides eher nebenbei, bin noch nicht wirklich gefordert. Ich weiß, dass wird sich ändern, worauf ich mich auch freue, aber noch sind GBI und Programmieren sehr entspannt. Vielleicht sollte ich demnächst mal mehr über die Uni bloggen. Könnte mal was von der ATIS erzählen oder so 😉

M’era Luna – Mehr Alina

Hinweis: Dieser Artikel ist veraltet und entspricht nicht mehr meinen aktuellen Ansichten.

Einige meiner Leser (und ja, ich verwende bewusst das generische Maskulinum; dazu an anderer Stelle mehr) werden vielleicht wissen, dass dieses Jahr am 11. und 12. August das M’era Luna, eines der größten deutschen Gothic-Festivals, statt fand. Dieses Jahr zum ersten Mal nicht ohne meine Freundin und mich.

Ursprünglich hatten wir gedacht, wir würden allein dort sein, lernten aber rund eineinhalb Wochen vor dem Festival ein Mädel kennen, die auch aufs M’era wollte. Ich werde sie, um mein „Namen werden nicht genannt“-Gebot einzuhalten, einfach die Gewandete nennen, da sie einen Großteil der Zeit mit einem mittelalterlichen Umhang bekleidet auf dem Festival verbrachte. Bereits im Vorfeld zum Festival habe ich den Schritt gewagt, ihr von Alina zu erzählen (naja, eigentlich nur davon, dass ich Transvestit bin, den Rest erfuhr sie nach und nach). Sie ist damit die erste Person, die ich als Mann kennen gelernt habe, aber die von Alina erfuhr, bevor wir wirklich Freunde wurden. Etwas mulmig war mir bei dem Gedanken, mich ihr zu öffnen, aber diese Bedenken waren glücklicherweise völlig unbegründet. Mittlerweile weiß ich von ihr, dass sie sogar weitere Crossdresser kennt.
Weiterhin sollte ich erwähnen, dass ich zwar mit den Gedanken gespielt hatte, auf dem Festival ausschließlich Alina zu sein, diesen aber eigentlich selbst nicht ernst genommen hatte, und erwartete höchstens ein paar Stunden Frau zu sein.

Am 10. August ging es dann los. Die Sachen waren gepackt und verladen, die Einkäufe erledigt, los ging’s auf die A7, die ich nur noch stumpf nach Süden fahren musste. Naja, und dann war da der Stau vor dem Elbtunnel… Der Stau, der meinen Motorkühler killte. Durch die Panne, bei der mir der ADAC aushelfen musste, und die Wartezeit im Stau haben wir dann insgesamt rund 4 Stunden auf unseren Zeitplan verloren. Statt um 16:00 waren wir erst gegen 20:00 auf dem Parkplatz des M’eras. Die Gewandete haben wir schnell gefunden und gemeinsam mit ihr auf eine weitere Gruppe gewartet, der sie sich gerne anschließen wollte.
Als die endlich aufgetaucht waren, suchten wir auf dem Campground nach Platz für uns alle. Während dieser Suche merkte ich, dass ich mit der Gruppe nicht warm wurde, so dass ich nur allzu gern zustimmte, als wir feststellten, dass wir uns trennen mussten, da nirgendwo genug Platz für uns alle gleichzeitig war. So machten meine Freundin, die Gewandete und ich uns also auf und suchten uns einen Platz, der sich im Nachhinein als super Wahl entpuppte, da unsere Nachbarn einen klasse Musik- und Met-Geschmack hatten. Erstmal bauten wir aber unsere Zelte auf und machten uns etwas zu essen, da wir für die Lesungen eh schon zu spät dran waren.
Für mich war der Tag dann auch schon vorbei. Ich kroch ins Zelt zum schlafen, während mein Schatz mit der Gewandeten das Gelände erkundete und schaute, wo „unsere“ Gruppe ab geblieben war.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück war dann für mich der Moment gekommen, mich umzuziehen. Zum schminken kam ich, mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, aus dem Zelt, da das Licht draußen einfach besser war. Kaum war ich draußen, war das Gefühl auch schon vorüber. Statt dessen fühlte es sich, wie schon in Hamburg, völlig normal an, Alina zu sein.
Dann ging es los auf das eigentliche Festivalgelände. An der Schleuse, an der die Festivalbändchen kontrolliert wurden, wurde ich dann wieder etwas nervös: Die Besucher wurden abgetastet und aus Festival- und Konzerterfahrungen wusste ich, dass Männer von Männern und Frauen von Frauen abgetastet werden müssen. Naja, Gesetz ist Gesetz, sowohl biologisch als auch offiziell bin ich ein Mann, auch wenn ich als Alina unterwegs bin, also bin ich zum Mann gegangen, als ich dran war. Der schaute mich ziemlich verdutzt an und sagte erst mal nur „Hallo“. Nicht flirtend, nicht unfreundlich, einfach nur verwirrt. Es dauerte einen Moment, bis er sicher war, dass ich in seinen Zuständigkeitsbereich falle. Komplikationen gab es aber keine. Meine Freundin erzählte mir anschließend, dass hinter mir wohl eine Frau zum Kontrolleur ging, sie war wohl „nur dem Rock gefolgt“ und hatte nicht realisiert, dass ich, rein biologisch gesehen, ein Mann bin. Sieg auf ganzer Linie 🙂
Während der Konzerte, die wir uns jetzt ansahen, wurde ich einige Male begutachtet, ich vermute, dass mich der eine oder andere durchschaut hat, gesagt wurde aber nichts. Vielleicht haben die mich auch tatsächlich nur beim Tanzen beobachtet, den das habe ich mich nach und nach auch endlich getraut.

Nach Omnia, Qntal und Leaves Eyes (die ich vor ein paar Jahren in Wacken besser fand, als dieses Mal, was nicht heißt, dass sie schlecht waren), gingen wir erst mal zu unseren Zelten zurück, um Mittag zu essen, und ich, eitel wie als Alina manchmal bin, hab mich nochmal nach-geschminkt. Anschließend ging es wieder aufs Festivalgelände, diesmal ohne Abtasten.
Nachdem wir drei von Blutengel recht enttäuscht waren, schlugen Apocalyptica ein wie eine Bombe. Trotzdem: Das Highlight kam erst direkt im Anschluss, nämlich ASP, unterstützt von Lutz, dem Gitarristen von Lahannya und Umbra et Imago. Ein so gutes Konzert hab ich lange nicht erlebt. Within Temptation haben wir uns dann nicht mehr angetan, obwohl die Band sicher auch klasse gewesen wäre. Wir konnten einfach nicht mehr. Nach einer weiteren Mahlzeit und einem gemütlichem Plausch gingen mein Schatz und ich zu Bett, während die Gewandete noch einmal ihre Gruppe besuchte.

Am nächsten Morgen stand ich als Mann auf, um meine Morgentoilette zu verrichten und auf dem Rückweg Frühstück mit zu bringen. Nach dem Frühstück zog ich mich dann wieder um, während es zu regnen anfing. Die Gewandete hatte sich, nachdem sie während unseres Frühstücks vom Duschen wieder gekommen war, noch mal hingelegt. Etwa eine halbe Stunde, nachdem ich mich fertig zurecht gemacht hatte, hörte ich, dass sie wieder wach und am Rotieren war, als ich aus dem Zelt sah, bemerkte ich, dass es in ihr Zelt rein geregnet hatte. Nach dem sie ihre Sachen gerettet hatte, kam sie zu meiner Freundin und mir ins Zelt. Wir unterhielten uns einige Zeit, bis wir entschieden, dass wir trotz dem Wetter mal über den Mittelaltermarkt schauen wollten.
Der Markt war ganz nett, wenn auch nichts besonderes. Am interessantesten waren die Fressbuden. Besonders die Spätzle wurden mir empfohlen, auch wenn ich mir vorerst keine kaufte. Als Coppelius anfingen zu spielen entschieden wir schließlich, wieder aufs Festivalgelände zu gehen.

Nach Coppelius, von deren Konzert wir noch rund die Hälfte sahen, wurde der Regen weniger. Wie der Frontsänger der anschließenden Band feststellte: „Das ist das Mono Inc. – Phänomen: Immer wenn wir anfangen zu spielen hört der Regen auf!“ Mono Inc. kann ich live übrigens wärmstens empfehlen, besonders die Schlagzeugerin imponiert mir jedes Mal wieder, wenn sie neben dem Spielen ihres Instruments noch zum Background-Gesang ansetzt.

Nach Mono Inc. sahen wir uns die Stände auf dem Festivalgelände an. Vor Allem wurden natürlich CDs, Kleidung und Schmuck angeboten. Interessant war es aber alle Male. Irgendwann ging meine Freundin schon einmal voraus zu unseren Zelten, da sie ihre Beine müde wurden. Begleiten sollte ich sie aber nicht, so dass ich mit der Gewandeten noch etwas auf dem Festivalgelände bummelte und anschließend auf dem Mittelaltermarkt Spätzle kaufte, da ich zu faul zum Essen machen war. Bewaffnet mit diesen gingen nun auch wir zu unserem Lager zurück, in dem wir wieder etwas Zeit verbrachten.

Die nächste Band auf meinem Wunschzettel war Tiamat, zu denen mich dann die Gewandete begleitete, während meine Freundin im Zelt blieb um sich noch etwas zu erholen.
Tiamat war die erste und einzige Band, die ich mir dieses Jahr im Hanger angesehen hab. Wir waren überpünktlich da, um in den Hangar rein zu kommen, was gar nicht nötig gewesen wäre. So war es uns aber ein leichtes, in die fünfte Reihe zu kommen. Nach einer schier endlosen Umbauphase kamen Tiamat dann endlich und völlig unspektakulär auf die Bühne. Sie kamen einfach, nahmen ihre Instrumente und spielten los. Genauso stumpf wirkten die Songansagen: „This is a song about love: Vote for Love.“ Dafür war die Musik genial.

Anschließend trafen wir uns auf dem Festivalgelände mit meiner Liebsten, die mir per SMS geschrieben hatte, wo sie wartet. Gemeinsam entschieden wir dann, erst mal was zu essen, um dann zu Hurts zurück aufs Gelände zu kommen. Den Plan änderten wir dann aber. Die Gewandete hatte schon länger entschieden, dass sie nicht noch eine Nacht in dem Zelt verbringen wollte und wir entschlossen uns, dass wir sie nach Hause bringen würden. Und wenn wir schon das Auto bewegen würden, könnten wir eigentlich aus gleich mit weg. Ursprünglich wollten wir nach dem Essen nur das Auto beladen, dann zu Hurts und anschließend noch auf dem Mittelaltermarkt eine Feuershow ansehen, aber Hurts klangen schon vom weiten viel zu poppig, als dass wir uns das antun wollten und meine Freundin bekam dann auch noch Bauchschmerzen, deshalb brachen wir kurz nach 10 vom Festivalgelände auf.

Da die Gewandete kein Auto hat und im Stadtteil des Festivals selten ist, fiel es ihr schwer, mir den richtigen Weg zu weisen, nach dem wir aber an einem Joey’s eine Mitarbeiterin nach dem Weg gefragt haben, kamen wir schnell zu ihrem Wohnheim. Unterwegs hatte ich mir den Weg zur Autobahn schon eingeprägt, so dass wir von dort dann entspannt und ohne Komplikationen unseren Weg nach Hause fanden.
Um 3 Uhr morgens fiel ich dann tot ins Bett, so erschöpft von diesem genialen Wochenende, an dem es sich für mich einfach richtig angefühlt hatte, Alina zu sein, dass ich glatt vergaß, dass ich noch eine Spange im Haar hatte, die ich erst am nächsten Tag entdeckte.

Update: Erstes Mal als Alina aus

Hinweis: Dieser Artikel ist veraltet und entspricht nicht mehr meinen aktuellen Ansichten.

Zwei Dinge sind mir nun doch noch eingefallen, die ich etwas unschön fand. Die Tatsache, dass sie mir erst jetzt eingefallen sind, und nicht, während ich den Post vorhin verfasst habe, zeigt jedoch, dass sie kaum Relevanz haben. Erstens hat mich der Kleine leider die ganze Zeit bei meinem männlichen Namen genannt. Alina wäre mir lieber gewesen, aber ich kann verstehen, wenn er sich dabei unwohl fühlt. Ehrlich gesagt hatte ich nicht mal damit gerechnet, dass er mitkommt, wenn ich als Alina unterwegs bin, von daher kann ich damit Leben, wenn er mich noch nicht Alina nennen mag. Solange wir dadurch nicht in verzwickte Situationen geraten ist das schon okay. Das zweite will mir jetzt nicht mal mehr einfallen, kann also wirklich nichts schreckliches gewesen sein. Mal sehen, ob mir wieder einfällt, dann gibt es ein zweites Update 😉 Aber ganz neben her: Auf Arbeit (ich arbeite als Zivi in einer Jugendherberge, falls es jemand noch nicht weiß) hat mich vorhin bei der Essensausgabe ein Mädchen gefragt: „Bist du ein Mann?“ – „Ja, bin ich“. Darauf hin ein anderes: „Ich hätte gewettet er ist keiner.“ oder so ähnlich. Interessant ist, dass ich außer langen Haaren, gezupften Brauen und noch Kajalresten eigentlich nichts typisch weibliches an mir hatte. Scheinbar ist mein Passing schon in geschlechtsneutraler (Arbeits-)Kleidung besser als erwartet.