Besser Spät als Nie: Das Veitstanz CT

Ich bin damit zwar recht spät dran, muss aber von einem eher spontan auf die Beine gestellten „Forentreffen“ (auch Community-Treffen, kurz: CT) berichten. Man könnte das Treffen als kleinen Bruder des Treffens in Bremen bezeichnen. Es werden im folgenden einige Namen fallen, die bisher nicht gefallen sind, stört euch da nicht zu sehr dran.

Anlass war eigentlich das Kate, bisher die Gewandete genannt, mal wieder DFYX, den Schwertbesitzer und ihren Freund, besucht hat und wir drei wieder gemeinsam tanzen gehen wollten. Als ich dann erfuhr, dass Muriel, die ich von Bremer Treffen recht gut kannte, auch zufällig in der Stadt war (und ist), frage ich sie und ihren Freund Jan, ob sie nicht auch mitkommen wollten. Zwar haben wir uns schon am Tag vorher getroffen, haben uns vorhin nochmal getroffen und treffen uns heute/morgen Nachmittag noch einmal, aber hey! Die Gelegenheit musste doch genutzt werden. Die Beiden stimmten mir zu.

Cappu ließ es sich ähnlich wie Trial, der Biertige, nicht nehmen, auch vorbei zu kommen. Cappu steckte eigentlich in der Klausurenphase, wollte aber die Chance nutzen, Muriel und Jan wieder zu treffen, Trial wohnt in Heidelberg und musste vorm Feiern noch Arbeiten, dennoch schaffte auch er es sogar früher als angekündigt. Alex musste leider Absagen, wird aber beim nächsten Mal sicher dabei sein.

So haben wir also sieben Leute aus einem Forum versammelt, die sich sonst in dieser Konstellation meist nur alles halbe Jahr und in Bremen treffen. Irgendwer stellte fest, dass sogar alle anwesenden selbst im Forum aktiv waren, und nicht nur von irgendwem auf das Bremer CT mitgenommen wurden. Leider haben wir es nicht geschafft, ein Gruppenfoto zu machen, aber dafür gibt es wieder auf der Seite des kleinen Goth Bilder vom Veitstanz; auf diesem hier bin ich neben Kate, Muriel und DFYX zu sehen:

DFYX, Alina, Kate und Muriel

An diesem Abend gab es noch eine Überraschung: Die Mittelalterband Capud Draconis hatten einen kleinen Auftritt, auf dem sie vier oder fünf Lieder spielten. Auch wenn die Idee nett war, hat mir der Auftritt nicht so sehr zugesagt, nicht zuletzt, da die Band die Tanzfläche blockierte 😉

Dafür war der restliche Abend spitze. Ich war zwischenzeitig ohne Pause über eine Stunde tanzen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das überhaupt durchhalte, aber die Musik war einfach zu gut zum Aufhören. Ich bin nicht sicher, wann wir uns dann müde und erschöpft auf den Heimweg machten, aber der Abend war einfach klasse.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Schon Nachmittags ein Treffen mit den Leuten ansetzen. Im Culteum selbst war es einfach zu laut für gepflegte Unterhaltungen, wie sie eigentlich zu einen CT dazu gehören. Aber erneut soll das Veitstanz CT sehr gern statt finden. Leute, es war schön mit euch gefeiert zu haben! 🙂

Alina

Nachtrag: Da ich diesen Beitrag schon gestern geschrieben hab, aber erst alle Vorkommenden fragen wollte, ob und wie sie genannt werden wollen, kann ich jetzt noch dazu schreiben, dass Muriel, Jan, Kate, DFYX und ich heute noch bei Trial zu Besuch waren. War ein sehr schöner Tag, wir haben das Brettspiel „Arkham Horror“ gespielt, welches ich mir heute endlich selbst gekauft habe. Besonders daran war, dass wir das Spiel, welches im Normalfall 2 bis 4 Stunden dauert, in nur einer halben geschafft haben. Für Kenner des Spiels: Wir hatte das unwahrscheinliche Glück, dass nur Portale in den Wäldern aufgetaucht sind, nicht einmal an einem anderen Ort. Da dort aber von Anfang an ein Portal lag, ging nicht ein neues Portal auf und als wir in der 3ten Runde das Portal schlossen, hatten wir dadurch die Siegbedingung „Alle Portale geschlossen“ erfüllt.

Auch die anschließende „Black Stories“-Runde war echt cool und wir hatten eine Menge Spaß. Wie ich schon bezüglich des Veitstanzes sagte: Gerne wieder! 🙂

Knock Out Festival

Gestern fand das Knock Out Festival hier in Karlsruhe statt, welches ich mit dem Schwertbesitzer zusammen besuchte. Beim Knock Out handelt es sich um ein Powermetal-Festival, dieses Jahr hat ein Ticket für die 6 Bands etwa 50€ gekostet.

Um 16:15 trafen wir uns bei mir, um gegen 17:00, dem Beginn des Festivals, in der Halle zu sein. Die erste Band hatte zwar schon begonnen, Voodoo Circle, aber da uns beide die Band unbekannt war, war dies nicht allzu relevant. Doch ab der zweiten Band wurde das Festival awesome. Zwischendurch noch schnell etwas gegessen, dann ging’s weiter.

Hatte ich vorher noch relativ wenig Musik von Grave Digger gehört, so haben sie mich live schon in der ersten Minute überzeugt: Eines der Bandmitglieder kam, verkleidet als Skelett, Dudelsack spielend auf die Bühne und spielte das Intro des ersten Songs. Mir gefiel dabei sowohl die Verkleidung als auch die Musik schlagartig. Immerhin einen Song der Band kannte ich dann sogar: Rebellion.

Nach kurzer Umbaupause spielten dann Stratovarius, die mir zwar schon einmal empfohlen wurden, jedoch hatte ich sie bis gestern noch nie gehört. Auch ihre Musik gefiel mir sehr gut. Sehr schöner Powermetal, jedoch muss ich zugeben, dass ich mich schon heute an keine Besonderheit der Band erinnern kann. Sie sind nicht schlecht, aber eben auch nichts besonders. Eine Band, die bei mir sehr gern im Hintergrund laufen dürfte, wenn ich gerade mit anderen Dingen beschäftigt bin.

Noch eine Pause, in der wir uns etwas zu trinken gönnten, den schließlich waren wir bereits mehrere Stunden in der Halle. Danach: Dragonforce. Eine der beiden Bands, weshalb ich auf dem Festival war. Die Jungs sind absolut verrückt, aber im positiven Sinne. Sie rühmen sich damit, ihre Musik in einer selbst für Powermetal extrem hohen Geschwindigkeit zu spielen. Bekanntester Song der Band dürfte das durch Rock Band bekannte „Through the Fire and Flames“ sein, welches sie natürlich neben vielen anderen alten, aber auch einigen brandneuen, bisher unveröffentlichten, Songs spielten. Alles in Allem war’s eine klasse Party (sowohl die Band auf der Bühne als auch das Publikum vor der Bühne).

Nach einer weiteren Pause trat der „Special Guest“ auf. Ein lokaler Radio-Komiker, der mit irgendwelchen, angeblich witzigen, Umfrageergebnissen daher kam. Er war keine fünf Minuten auf der Bühne, da er alles andere als witzig war und nichts als Buh-Rufe erntete.

Gott sei Dank traten direkt im Anschluss Saxon auf, mit denen ich persönlich zwar wenig anfangen kann, die aber die Massen auf ihrer Seite hatten, wodurch die Witzfigur vorher schnell vergessen waren. Saxon hatte ich vor schon einmal auf dem Wacken Open Air gesehen und muss daher sagen: Respekt. Trotz dem hohen Alter, welches die Mitglieder der Band erreicht habe, machen sie noch immer gut Stimmung. Daran hat sich in den letzten 4 (?) Jahren, seit ich sie zuletzt gesehen habe, nichts geändert.

Nach einer letzten Umbau-Pause trat schließlich der Headliner auf: Blind Guardian. Sie spielten sich quer durch alle Alben und waren allgemein einfach nur genialst. Besonders mit „Lord of the Rings“ und „Mirror Mirror“ (ihrem letzten Song),  haben sie mich gefesselt, denn unter anderen mit diesen beiden Songs fing bei mir meine Metal- und später meine Gothic-Zeit an. Aber auch mit „Bright Eyes“ verbinde ich eine schöne Zeit (nämlich meine Oberstufenzeit, in der ich das ganze Imaginations from the other Side Album rauf und runter gehört habe).

Am Ende waren 8 Stunden vergangen, seit wir in die Halle gekommen waren und entsprechend müde waren wir beide. Schade, dass uns die Bahn nur bis zum Durlacher Tor gefahren hat und wir von dort aus laufen mussten. (Wobei wir beide überrascht waren: Trotz Erschöpfung machte uns das Laufen nichts aus – stehen wäre schlimmer gewesen)

Endlich bei mir angekommen, füllten wir unsere Reserven an Flüssigkeit wieder auf und gingen dann, nachdem wir noch etwas geplaudert hatten, gegen 3 endlich ins Bett.

Rückblickend bin ich sehr froh, nicht noch abgesprungen zu sein, denn mit dem Gedanken hatte ich eine Weile gespielt, da ich immer noch kein BaFöG bekomme und meine finanziellen Mittel langsam knapp werden. Aber das Festival war so gut, ich bin froh, es nicht verpasst zu haben.

Alina

Das Mysterium schlug zurück

In meiner O-Phase war ich, wie einige meiner Leser vielleicht schon wissen, in der Gruppe µsterium. Gestern war nun das Nachtreffen.

Wir trafen uns um 19:30 vor der Mathe-Fachschaft. Wir, das waren noch rund 15 Erstis und unsere 5 Tutoren. Gemeinsam stand ein Ausflug auf den Weihnachtsmarkt zum punschen an. Da ich, wie auch der Rest meiner Lerngruppe, noch nicht zu Abend gegessen hatte, steuerten wir jedoch zu erst einen Pizza- und einen Wurststand an. Wieder mit dem µsterium, das sich inzwischen mit Glühwein versorgt hatte, vereint, kamen wir die nächste halbe Stunde gar nicht dazu, Glühwein zu kaufen, da wir die ganze Zeit in unterhaltsame Gespräche verwickelt waren.

Irgendwann kam dann unsere rothaarige Tutorin, nenne wir sie einfach die Hexe, in unsere Ecke des Pulks und fragte, ob wir Lust hätten, demnächst in den Drachen weiter zu ziehen. Der Archer und ich dies letzte Woche ja verschoben hatten und uns sowieso gerade mit Met versorgen wollten, stimmten wir freudig zu. Etwas später zogen wir also weiter, allerdings kam ein Mitglied meiner Lerngruppe, nennen wir ihn einfach den Apfel-Fan, nicht mehr mit. Er verpasste viel Spaß.

Der Drache selbst war tatsächlich eine sehr schöne Location, wenn er nicht überfüllt ist und der Met ist sehr gut. Aber nicht nur die Location war toll, sondern auch die Gesellschaft. Ich habe gestern Abend so viel gelacht, wie lange nicht mehr. Um Mitternacht waren dann die letzten Erstis außer mit gegangen, auch 2 Tutoren hatten sich bereits verabschiedet. Dennoch war ich erst um halb 2 im Bett, denn wir unterhielten uns noch lange über so tolle Dinge wie DSA oder Kürbisse. Ja, Kürbisse 😉

Alles in Allem also ein sehr schöner Abend, der es wert war, dass ich heute morgen den Anfang der LA-Vorlesung verschlafen habe 😉

Alina

Ein bisschen Nachtleben und ein bisschen Weihnachten

Da hab ich mir gestern noch gedacht: „Hmm, dass ist das erste Weihnachten ohne Adventskalender. Naja, ich werds überleben 😉 „, und was kommt heute mit den Plätzchen, die meine Eltern mir schicken? Ein Adventskalender! Da konnte ich dann direkt drei Türchen öffnen und anfangen, meinen Schokobedarf für heute zu decken 😉

Ich habe ja gestern berichtet, dass ich mit einem Kumpel aus meiner Lerngruppe – nennen wir ihn den Archer, weil er Arch-Linux als Betriebssystem nutzt 😉 – in den Drachen wollte. Wir trafen uns um halb neun an der für uns günstigsten Haltestelle und gingen gemeinsam die paar Schritte zum Drachen. Und drehten wieder um.

Nicht, dass der Drache uns vom Ambiente nicht gefallen hätte, aber es war einfach viel zu voll. Ich denke, ich werde ihn mir demnächst sicher noch mal ansehen, aber gestern hätt’s echt keinen Spaß gemacht.

Also musste eine Alternative her. Da ich nicht im Kopf hatte, wo was stattfand, kein Internetzugriff mit meinem Handy habe und das Handy des Archers leider am leeren Akku scheiterte, gingen wir kurz zu mir, um online nachzusehen, was denn wo stattfand. Wir entschieden uns dafür, ins Unverschämt zum Friday Hard Stuff zu gehen.

Da wir schon vor 22:30 Uhr dort ankamen, kamen wir noch gratis rein, was auch gut so war. Die Musik war okay, aber fünf Euro Eintritt wäre es mir nicht wert gewesen. In einer größeren Gruppe hätte es vielleicht auch noch besser sein können, aber so muss ich zugeben, dass ich dann doch lieber bald mal wieder zum Veitstanz gehe 😉

Alina

Veitstanz im Culteum

Es ist zwar schon wieder gut eine Woche her, aber wegen dem Blogumzug und privat einigen Komplikationen bin ich noch nicht dazu gekommen, darüber zu berichten: Am letzten Freitag war Veitstanz im Culteum, einer Disko, die nur rund 10-15 Minuten zu Fuß von hier entfernt ist.

Der Veitztanz ist eine regelmäßige Veranstaltung des Culteums, bei dem der Musikstil laut Flyern „Mittelalternativ“ ist, was die Sache ganz gut beschreibt, wie ich finde. Für die, die mit diesem Begriff noch nicht viel anfangen können: Es handelt sich um Rock oder Metal, der durch Mittelalterliche Musikinstrumente ergänzt und inhaltlich von mittelalterlich anmutenden Themen geprägt ist.

Begleitet wurde ich vom Schwertbesitzer und der Gewandeten, die ihn besuchte (erwähnte ich, dass die beiden mittlerweile ein Paar sind?). Nachmittags war ich mit der Gewandeten shoppen, den der feminine Teil meines Kleiderschrankes wies noch nicht wirklich viele warme Sachen für den Winter auf.

Nachdem die beide nochmal einige Stunden bei ihm zu Hause waren, während ich noch arbeitete (ja, ich jobbe neben dem Studium), am Abend trafen wir uns dann bei mir, um gemeinsam zum Culteum zu gehen. Vorher noch schnell geduscht, umgezogen und mein Zimmer etwas aufgeräumt, da ich wusste, dass die beiden über Nacht bleiben würden, dann waren die beiden auch schon da. Los ging’s also zu meinem ersten Veitstanz.

Was soll ich sagen? Ich war dermaßen positiv überrascht, dass ich mir fest vorgenommen habe, regelmäßig hin zu gehen. Ich habe den halben Abend getanzt (und noch zwei Tage später davon Muskelkater gehabt), den Rest der Zeit Kräfte fürs nächste Tanzen gesammelt. Wenn ich mehr Ausdauer oder weniger Asthma hätte (und meine Muskulatur wieder etwas trainierter wäre), hätte ich den ganzen Abend durchtanzen können – die Musik hätte es jedenfalls zugelassen.

Außerdem erinnerte mich die Location vom Baustil her sehr an das kir in Hamburg, dem Ziel meines ersten Ausflugs als Alina. Wer sich dran erinnert, dass mir das kir sehr gefallen hat, kann daraus richtiger Weise folgern, dass mir auch das Culteum sehr gefällt 😉

Um 2:00 wollten wir dann eigentlich Aufbrechen, was wir dann aber immer weiter verschoben, da uns ständig gute Musik dazwischen kam. Erst nach 3:00 konnten wir uns dann los reißen und ließen den wundervollen Abend ausklingen.

Faziz: Veitstanz ist toll, besonders, wenn gute Freunde dabei sind 🙂

Mal wieder ein kleines Update

So, mal wieder ein kleines bisschen Zeit für den Blog, aber keine Ahnung, was ich bloggen könnte xD Dieses Wochenende war meine Freundin zum ersten Mal hier im Karlsruhe um mich zu besuchen, bisher war ich seit meinem Umzug nur bei ihr. In anderen Worten: Es war ein schönes Wochenende 🙂 Uni läuft wieder etwas besser, da diesmal nur das Übungsblatt zur Höheren Mathematik bösartig schwer war, lineare Algebra aber wieder etwas leichter geworden ist. Gott sei Dank. Außerdem hab ich diese Woche endlich ein paar Leute, die mit auf diesem Flur im Wohnheim wohnen, etwas näher kennen gelernt. Endlich 😉 Wurde echt langsam Zeit. Ja, was kann ich sonst noch so schreiben? Eigentlich nicht viel. Alles in allem war die Woche ziemlich unspektakulär 😉 Aber ich hoffe, dass ich nächstes Wochenende oder so dazu komme, mal wieder über ein ausgewähltes Thema ausführlicher zu bloggen. Bis dahin 🙂

Kleines Update

Gut, viel wird das hier nicht, aber ich wollte zumindest ein bisschen was Posten 😉 Vor genau einer Woche, am 25.10., spielten ASP mit Vorband Lahannya (ich liebe beide Bands) in Stuttgart, ich war mit dem Schwertbesitzer und (nebenher erwähnt) als Alina dort, obwohl wir im Voraus wussten, dass wir erst um am nächsten Tag um 7:00 zu Hause sein würden (doofer Streik der öffentlichen Verkehrsmittel 🙁 Nichts gegen den Streik an sich, aber warum ausgerechnet an dem Tag? 🙁 ). Ich hätte eigentlich am Mittwoch um 8:00 eine Lineare Algebra Vorlesung gehabt, aber ich hab nicht viel verpasst, obwohl ich bis 13:00 geschlafen hab 😉 Abends war noch ein Tutorium zum selben Stoff, ich hab’s da dann direkt nachholen können. Von dem Tag an war ich bis einschließlich Montag Morgen Alina. Fühlte sich einfach richtig an. Das ist ein wenig schwer zu jemanden zu erklären, der es nicht kennt, aber ich fühle mich manchmal als Mann unwohl, das war letzte Woche der Fall. Ich vermute, wenn ich ausreichend Klamotten hätte, wäre ich auch nicht seit gestern morgen wieder Mann. Es fühlt sich derzeit zwar nicht falsch an, aber ich bin mir recht sicher, ich würde mich im Moment als Alina noch etwas wohler fühlen. Ich vermute, dass diesen Gefühl irgendwann nicht mehr da sein wird. Noch ist es neu und spannend, wann ich will Alina sein zu können. Wenn es irgendwann normal wird, wird, denke ich, der Wunsch danach nachlassen. Und wenn nicht: Nun, dann bin ich wohl doch Transsexuell. Aber ehrlich gesagt ist es einfach noch zu früh sich dazu eine Meinung zu bilden. Time will tell 😉 Ich wollte den Gedanken nur mit denjenigen teilen, denen er möglicherweise noch neu ist. Ansonsten kann ich sagen, dass Höhere Mathematik… seltsam ist. Der Stoff ist schwer, unser Übungsleiter und auch unser Tutor (Übungsleiter ist für die Übungsblätter, die wir bearbeiten müssen, zuständig, Tutor ne Art Nachhilfelehrer, nur ist es eben keine Nachhilfe sondern eine reguläre Veranstaltung) sind gelinde gesagt sehr schlecht, einzig unser Prof, der in der Vorlesung den Stoff behandelt, ist gut. Leider ist er nicht nur gut, sondern auch schnell. Verstehen ist nicht mehr Teil der Vorlesung: In der Vorlesung wird nur mitgeschrieben. In Lineare Algebra sind Übungsleiter und Prof weniger gut, dafür unsere Tutorin klasse. Es läuft derzeit echt rund. Und muss ich über Programmieren und Grundbegriffe der Informatik reden? Dort lern ich derzeit nichts neues, von daher verfolge ich beides eher nebenbei, bin noch nicht wirklich gefordert. Ich weiß, dass wird sich ändern, worauf ich mich auch freue, aber noch sind GBI und Programmieren sehr entspannt. Vielleicht sollte ich demnächst mal mehr über die Uni bloggen. Könnte mal was von der ATIS erzählen oder so 😉

2 volle Tage Alina

Gut, viel gibt es eigentlich nicht zu erzählen, weil nichts wirklich unerwartetes passiert ist, eine Sache gibt es aber doch: Von Montagmorgen an war ich 2 volle Tage Alina, erst seit heute morgen bin ich wieder als Mann unterwegs. Hat sich richtig angefühlt, also wird es das gewesen sein 😉
Ansonsten könnte ich jetzt noch davon erzählen, dass die bisherigen Vorlesungen alle langweilig und zu leicht oder angemessen fordernd und interessant waren, bisher war Gott sei Dank nichts zu schwer. Aber ich denke, zur Uni werde ich am Ende der Woche nochmal einen Post veröffentlichen, wenn ich die erste richtige Woche rückblickend betrachten kann 😉

Impressionen der letzten Woche

Huch, ist es wirklich schon über eine Woche her, dass ich gebloggt habe? Es kommt mir ganz ehrlich so vor, als hätte ich den letzten Eintrag erst gerade eben fertig gestellt, denn ich bin derzeit nur am Rotieren. Nicht, dass es schlecht wäre, ich hab jede Menge Spaß, aber Zeit bleibt im Moment keine. Fang ich doch einfach mal da an, wo ich aufgehört habe: Letzte Woche Dienstag. Wie ich geschrieben habe, war ein Treffen mit dem Schwertbesitzer und der Gewandeten oder ein Brettspieleabend denkbar, tatsächlich haben wir dann beides kombiniert, waren also gemeinsam auf dem Brettspieleabend. Ich war als Alina dort, woran sich aber niemand störte – auch der nicht, dem ich bei meinem letzten Besuch der Stadt schon als Mann begegnet war, aber ihm noch nicht erzählen hatte, dass es Alina gibt. Er nahm es einfach hin. Im Anschluss waren wir mit einigen weiteren Freunden noch Italienisch essen. Am nächsten Tag traf ich mich noch einmal mit der Gewandeten und dem Schwertbesitzer. Wir übten hier auf dem Gelände des Wohnheims Schaukampf und lernten dadurch ein paar neue Leute kennen. Ab Donnerstag besuchte ich bis Sonntag Abend meine Freundin. Erwähnenswert ist, dass wir einen Abend als zwei Frauen essen gegangen sind. Zumindest wäre es zu dem Zeitpunkt noch erwähnenswert für mich gewesen, da es das… ich glaub es war das 5te oder 6te Mal, dass ich als Alina unterwegs war, aber ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen. Denn seit Montag morgen kennen viele zwar nicht den Namen Alina, wissen aber sehr wohl, dass ich Transident bin: Ich bin zur O-Phase, der Studiumseinführung, als Alina erschienen und habe so den ganzen Montag verbracht. Ich habe der Gruppe, der ich eingeteilt bin, zwar meinen männlichen Namen genannt (einfach, weil es mir im dem Moment einfacher vorkam, rückblickend bin ich da nicht mehr so sicher, wie es sinnvoll gewesen wäre), aber mittlerweile haben einige schon erfahren, dass ich mich selbst lieber Alina nenne, wenn ich als Frau unterwegs bin. Gestern war ich dann den Tag über als Mann unterwegs, Abends jedoch als Frau zur Haupt-Feier der O-Phase. War ein schöner Abend, auch wenn es leider absolut nicht meinen Musikgeschmack getroffen hat. Hab mich dann mit einigen Leuten an die Bierbänke & -tische zurück gezogen und mir Durak beibringen lassen, ein Kartenspiel. Alles in allem muss ich sagen, dass ich als Transgender hier noch weniger gemustert werde als auf dem M’era Luna, obwohl Trans* auf dem M’era keine Seltenheit sind und ich auch dort schon kaum deswegen auffiel. Aber hier: Nichts. Nur ein einziges Mal hab ich jemanden dabei ertappt, wie er mich gemustert hat. Ein schönes Gefühl, sein Ding machen zu können, ohne groß Angst haben zu müssen, dass man auf Ablehnung stößt oder jemanden trifft, der einen nur als Mann kennt. 🙂

Tag vier in der neuen Heimat

Nun ist also schon der vierte Tag in meiner neuen Heimat angebrochen. Was ich bisher sagen kann: Es ist wunderbar hier 🙂 Zwar habe ich mit meinen Nachbarn hier auf dem Flur im Wohnheim noch fast nichts zu tun gehabt, aber alle anderen Menschen, die ich getroffen habe, sind einfach nur toll. Von den drei Nächten, die ich hier verbracht habe, war ich an zweien feiern, beide Male als Alina. Es ist einfach wunderbar, wie leicht mir das hier fällt. Vorgestern Nacht bin ich auf dem Weg zur S-Bahn von zwei Mädels nach dem Weg gefragt worden, entweder war mein Passing so gut, dass sie mich nicht als biologischen Mann gesehen haben, oder es war den beiden egal, dass ich trans bin. Eigentlich auch egal, denn ich wurde so angenommen, wie ich bin, und dass von Fremden, nicht nur von meinen Freunden. Ein schönes Gefühl 🙂 Am Abend von Tag 1 hier im Süden war ich mit einer guten Freundin (nicht der aus Post 2, sondern einer anderen… nennen wir sie… öhm… Piks!), ihrem Freund und einem guten Freund, der auch auf meinem Geburtstag war (und noch keinen Namen hatte… ab sofort heißt er der Bärtige), in deiner Metal-Bar und traf dort noch eine Bekannte, die ich seit Wacken ’10 nicht mehr gesehen habe. Der Bärtige schien er schon erzählt zu haben, dass ich als Alina auftauchen würde, ihre Reaktion war jedenfalls nur ein „Ungewohnt, aber steht dir!“, worüber ich mich sehr freute. Sie war sehr daran interessiert, wie ich bemerkt habe, dass ich transident bin, was ich natürlich gern berichtete. (Jop, ich hab da großen Gesprächsbedarf und erzähl nur zu gern davon. Sonst wäre das wohl auch nicht Hauptthema in diesem Blog 😉 ) Der Abend endete verhältnismäßig früh, da Piks und ihr Freund noch die letzte S-Bahn, die bis zu ihrer Station führte, erwischen wollten. Da ich in die selbe Richtung musste und noch keine Ahnung vom hiesigen S-Bahn-System habe, schloss ich mich den beiden sicherheitshalber an. Um 2:00 war der Tag dann für mich vorbei und ich lag glücklich im Bett. Am nächsten Abend ging es dann mit Piks in eine Gothic-Disco. Auf dem Weg dahin traff ich dann die beiden Mädels, die ich bereits erwähnte. Leider war außer uns niemand da, den wir kannten, aber es war ein toller Abend. Es war für mich erst das zweite Mal, dass ich als Alina getanzt habe (das erste Mal war auf dem M’era Luna), so dass ich anfangs noch sehr unsicher war, aber das gab sich nach einer Hand voll Liedern. Irgendwie war es dann plötzlich halb vier, und Piks meinte, wir sollten Mal nachsehen, wann die nächste Bahn in unsere Richtung fuhr. Sie sollte um kurz nach Vier fahren, so dass wir uns nach einer Cola auf dem Weg zur Haltestelle machten. Was ich am Anfang des Abends schon befürchtet hatte, bewahrheitete sich dann: Ich habe mir in den ungewohnten Schuhen natürlich Blasen gelaufen, bis ich gegen Fünf Uhr endlich im Bett lag 😉 Gestern war dann etwas Erholung angesagt, ein ruhiger Abend, den ich im Skype mit meinem allerliebsten Lieblingsschatz verbracht habe. Leider liegen zwischen meiner Freundin und mir ja immer noch ca. 3-4 Stunden Bahnfahrt, sodass wir uns nicht täglich sehen können. Aber hey! Zumindest werden wir uns voraussichtlich alle zwei Wochenenden treffen, dass ich weit mehr als der bisherige 2-bis-3-Monats-Rhythmus. <3 Mal schauen, was der heutige Tag bringt. Eigentlich wollten die Gewandete, die witzigerweise auch gerade hier in der Stadt ist, der Schwertbesitzer und ich uns heute Abend treffen, die Alternative wäre ein Brettspieleabend. Vielleicht wird das auch kombiniert. Ich weiß es jedenfalls noch nicht und bin so gespannt, wie wahrscheinlich viele meiner lieben Leser auch 😉