Knock Out Festival

Gestern fand das Knock Out Festival hier in Karlsruhe statt, welches ich mit dem Schwertbesitzer zusammen besuchte. Beim Knock Out handelt es sich um ein Powermetal-Festival, dieses Jahr hat ein Ticket für die 6 Bands etwa 50€ gekostet.

Um 16:15 trafen wir uns bei mir, um gegen 17:00, dem Beginn des Festivals, in der Halle zu sein. Die erste Band hatte zwar schon begonnen, Voodoo Circle, aber da uns beide die Band unbekannt war, war dies nicht allzu relevant. Doch ab der zweiten Band wurde das Festival awesome. Zwischendurch noch schnell etwas gegessen, dann ging’s weiter.

Hatte ich vorher noch relativ wenig Musik von Grave Digger gehört, so haben sie mich live schon in der ersten Minute überzeugt: Eines der Bandmitglieder kam, verkleidet als Skelett, Dudelsack spielend auf die Bühne und spielte das Intro des ersten Songs. Mir gefiel dabei sowohl die Verkleidung als auch die Musik schlagartig. Immerhin einen Song der Band kannte ich dann sogar: Rebellion.

Nach kurzer Umbaupause spielten dann Stratovarius, die mir zwar schon einmal empfohlen wurden, jedoch hatte ich sie bis gestern noch nie gehört. Auch ihre Musik gefiel mir sehr gut. Sehr schöner Powermetal, jedoch muss ich zugeben, dass ich mich schon heute an keine Besonderheit der Band erinnern kann. Sie sind nicht schlecht, aber eben auch nichts besonders. Eine Band, die bei mir sehr gern im Hintergrund laufen dürfte, wenn ich gerade mit anderen Dingen beschäftigt bin.

Noch eine Pause, in der wir uns etwas zu trinken gönnten, den schließlich waren wir bereits mehrere Stunden in der Halle. Danach: Dragonforce. Eine der beiden Bands, weshalb ich auf dem Festival war. Die Jungs sind absolut verrückt, aber im positiven Sinne. Sie rühmen sich damit, ihre Musik in einer selbst für Powermetal extrem hohen Geschwindigkeit zu spielen. Bekanntester Song der Band dürfte das durch Rock Band bekannte „Through the Fire and Flames“ sein, welches sie natürlich neben vielen anderen alten, aber auch einigen brandneuen, bisher unveröffentlichten, Songs spielten. Alles in Allem war’s eine klasse Party (sowohl die Band auf der Bühne als auch das Publikum vor der Bühne).

Nach einer weiteren Pause trat der „Special Guest“ auf. Ein lokaler Radio-Komiker, der mit irgendwelchen, angeblich witzigen, Umfrageergebnissen daher kam. Er war keine fünf Minuten auf der Bühne, da er alles andere als witzig war und nichts als Buh-Rufe erntete.

Gott sei Dank traten direkt im Anschluss Saxon auf, mit denen ich persönlich zwar wenig anfangen kann, die aber die Massen auf ihrer Seite hatten, wodurch die Witzfigur vorher schnell vergessen waren. Saxon hatte ich vor schon einmal auf dem Wacken Open Air gesehen und muss daher sagen: Respekt. Trotz dem hohen Alter, welches die Mitglieder der Band erreicht habe, machen sie noch immer gut Stimmung. Daran hat sich in den letzten 4 (?) Jahren, seit ich sie zuletzt gesehen habe, nichts geändert.

Nach einer letzten Umbau-Pause trat schließlich der Headliner auf: Blind Guardian. Sie spielten sich quer durch alle Alben und waren allgemein einfach nur genialst. Besonders mit „Lord of the Rings“ und „Mirror Mirror“ (ihrem letzten Song),  haben sie mich gefesselt, denn unter anderen mit diesen beiden Songs fing bei mir meine Metal- und später meine Gothic-Zeit an. Aber auch mit „Bright Eyes“ verbinde ich eine schöne Zeit (nämlich meine Oberstufenzeit, in der ich das ganze Imaginations from the other Side Album rauf und runter gehört habe).

Am Ende waren 8 Stunden vergangen, seit wir in die Halle gekommen waren und entsprechend müde waren wir beide. Schade, dass uns die Bahn nur bis zum Durlacher Tor gefahren hat und wir von dort aus laufen mussten. (Wobei wir beide überrascht waren: Trotz Erschöpfung machte uns das Laufen nichts aus – stehen wäre schlimmer gewesen)

Endlich bei mir angekommen, füllten wir unsere Reserven an Flüssigkeit wieder auf und gingen dann, nachdem wir noch etwas geplaudert hatten, gegen 3 endlich ins Bett.

Rückblickend bin ich sehr froh, nicht noch abgesprungen zu sein, denn mit dem Gedanken hatte ich eine Weile gespielt, da ich immer noch kein BaFöG bekomme und meine finanziellen Mittel langsam knapp werden. Aber das Festival war so gut, ich bin froh, es nicht verpasst zu haben.

Alina