Geburtstag mal anders

Hinweis: Dieser Artikel ist veraltet und entspricht nicht mehr meinen aktuellen Ansichten.

Da war es doch glatt wieder so weit: Ich hatte Geburtstag. Und den hab ich zum wahrscheinlich letzten Mal hier im Norden Deutschlands ausgiebig gefeiert. Tatsächlich sogar, wie im letzten Blogpost angedeutet, als Alina. Es war eine klasse Feier, zumal einige gute Freunde ein paar Tage länger blieben als nur zur Feier. Aber eines nach dem anderen. Stattfinden sollte die Party am Freitagabend, 6 Leute, die aus allen Ecken Deutschlands und sogar der Schweiz kamen durften übers Wochenende bleiben. Nachdem ich Freitag (Vor-)Mittag unseren Partyraum zurecht gemacht habe, kam nachmittags meine gute Freundin aus Blogpost #2 (die, die mit in Hamburg war), um mich zu schminken und mir die Haare zu machen. Nicht, dass ich nicht auch mittlerweile einiges selbst kann, aber sie hat mir geschätzte 10 Jahre Erfahrung voraus. Dass sie dann einfach besser ist, schäme ich mich nicht zuzugeben. Gegen 18:00, als wir gerade noch an meinen Haaren saßen, kamen dann das erste Auto mit 5 der 6 weitgereisten Gäste an, unter anderem war auch die Gewandete vom M’era Luna dabei. Meine Mutter ließ die Fünf dann erst mal rein und ins Wohnzimmer, bis meine gute Freundin und ich soweit waren. Sie ging anschließend erst mal nach Hause, um sie selbst fertig zu machen, ich trat meinen Gästen unter die Augen, von denen vier Alina ja noch nie live gesehen hatten – wie auch viele andere Gäste, die später kamen. Eigentlich sollte die Feier erst um 20:00 beginnen, daher hatten wir noch nicht gegessen, aber auch die Fünf hatten nach der langen Reise ordentlich Hunger. Nach dem Essen kamen dann auch bald die übrigen Gäste, weshalb wir uns nach draußen begaben (unser Partyraum ist ein Raum direkt neben unser Garage und nur von draußen zu erreichen). Schnell durfte ich merken, dass der Partyraum diesmal kaum genutzt wurde, denn da ein angenehm warmer Tag war, standen wir die meiste Zeit draußen. Die Stimmung war super und es war für mich herrlich angenehm, dass es keinen meiner Gäste störte, dass ich als Alina gefeiert habe. Mir ist zu Ohren gekommen, dass einige Gäste es für meine bisher beste Geburtstagsfeier befunden haben, auch wenn das Wahrscheinlich weniger mit Alina als viel mehr mit der allgemein sehr guten Stimmung zusammenhängt 😉 Am nächsten Tag, den ich wieder als Mann verbrachte, war dann nach dem Frühstück aufräumen angesagt, nur gab es fast nichts aufzuräumen: Tische und Bänke wollten wir erst mal im Partyraum stehen lassen, da ja noch Gäste blieben und wir einen Raum brauchten. Also haben wir vor Allem erst mal den Müll zusammen gesammelt. Anschließend ging es ins Dorf, Eis essen, um auf dem Rückweg die Schaukampfschwerter aus dem Auto zu holen, die einer der Gäste mitgebracht hatte. Ich hab schon Anfang August etwas Training damit Genießen dürfen, von daher freute ich mich schon, wieder ein wenig üben zu können. Ich hoffe, dass ich an meinem Studienort dann regelmäßig trainieren kann, schließlich studiert der Besitzer der zwei der drei Schwerter in der selben Stadt wie ich es werde. Abends war dann DVD-Abend, leider ohne einen guten Freund aus dem Ruhrpott, den ich eh schon zu selten sehe. Er war leider noch von anderen Leuten eingeladen, vorbei zu schauen, wenn er schon so weit im Norden ist. Wir schauten uns Rocky Horror Picture Show an, da einige meiner Gäste ein paar Tage vor meiner Feier in dem Musical dazu waren und fanden, ich müsse den Film gesehen haben. Tatsächlich bereue ich nicht ihn mir angeschaut zu haben, er ist ein guter Film. Einziges Manko: Einer der Hauptcharaktere bezeichnet sich selbst als Transvestit, jedoch kann ich mich rein gar nicht mit ihm identifizieren, da er eine Drag Queen ist. Nichts gegen Drag Queens, aber ich persönlich kann mit solchen Personen, zumindest wenn die so viele Klischees bedienen, wenig anfangen. Ich war von dem Charakter etwas genervt. Eigentlich schade, denn ein paar meiner Gäste wollen zwei Songs aus dem Musical im Winter aufführen und hatten gehofft, mich für „Sweet Transvestite“ zu gewinnen. Es würde mich schon reizen, mal als Transvestit auf der Bühne zu stehen, quasi allen zu zeigen, was ich bin, ohne dass sie es wissen, aber in dieser speziellen Rolle würde ich mich nicht wohl fühlen. Den Sonntag dann verbrachten wir mit Datenrettung und UltraStar, einer Karaoke-Software, bis die meisten meiner Freunde ins Bett mussten. Am Montag morgen um 3 wollten sie ihre Heimreise antreten. Einzig die Gewandete und der Schwertbesitzer wollten durch machen und im Auto schlafen, ich entschied mich, auch wach zu bleiben, um mich morgens von allen verabschieden zu können. Wir redeten über Gott und die Welt, bis es dann Zeit wurde, zusammen zu packen. Nachdem meine letzten Gäste Montag morgen um halb vier dann also abreisten, fiel ich tot müde, aber verdammt glücklich über das wunderbare Wochenende, ins Bett. Den Rest aufräumen tat ich erst einige Stunden später 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.