Studie in Aachen

Ja, ich wei├č, dass ist nicht das versprochene Thema, aber ich hab auf das folgende mehr Lust ­čśë

Am Montag war ich in Aachen um an einer Studie zum Thema Stimmen und Stimmwahrnehmung von Transsexuellen und traf mich anschlie├čend mit Ryu, einer guten Freundin von mir. Aber fangen wir doch vorne an.

Am Montag Morgen um 4:30 ging mein Wecker, schlie├člich fuhr mein Zug schon um 6:00 gen Aachen und ich musste mir noch Tickets ziehen und etwas zu Essen kaufen.

Die Zugfahrt war wenig anstrengend, obwohl sie 3,5 Stunden dauerte. Meinen Laptop hatte ich zwar zu Hause gelassen, aber daf├╝r meinen GameBoy dabei. Zum ersten Mal seit einigen Jahren spielte ich mal wieder Pokemon (Rote Edition), ein Spiel, das f├╝r mich einen riesigen Nostalgiefaktor beinhaltet.

In Aachen angekommen, nahm ich dann den Bus Richtung Uniklinik und traf mich dort mir Jessica Junger, einem wunderbaren Menschen, welcher mich sozusagen durch die Studie f├╝hrte. Wie auch alle andere Menschen, mit denen ich w├Ąhrend der Studie zu tun hatte, war sie super freundlich, was mit dazu beitrug, dass mir die Teilnahme an der Studie viel Spa├č gemacht hat, auch wenn es sicherlich zwischendurch anstrengend war.

Erste gro├če Station war der MRT-Scan. Hierbei musste ich einige Zeit (eine Stunde? zwei? Ich hab keine Ahnung ^^“) in der R├Âhre liegen und den Kopf still halten, w├Ąhrend mir verschiedene Aufgaben gestellt wurden. Bei einer musste ich beispielsweise m├Âglichst schnell und intuitiv entscheiden, ob eine Stimme die mir ├╝ber Kopfh├Ârer eingespielt wurde, m├Ąnnlich oder weiblich war.

Nachdem ich mit steifem Nacken wieder aus dem MRT raus konnte, ging es erst einmal Mittagessen, auf Kosten der Studie. Nebenher habe ich nett mit Jessica geplaudert und anschlie├čend ging es zum Blut abnehmen und daraufhin zur Logop├Ądie. Einige Sprech- und Gesangsproben ergaben, dass ich mit meiner Stimme fast das gesamte Spektrum der durchschnittlichen m├Ąnnlichen, aber auch der durchschnittlichen weiblichen Stimme abdecken konnte. Mir haben ja schon ein paar Mal Leute gesagt, ich k├Ânne gut Singen, w├╝rde viele Noten gut treffen, aber ich hab’s bis ich den Graphen gesehen hab, nicht geglaubt. ^^“

Anschlie├čend ging es zum H├Ârtest, der ergab, dass ich normal-gut h├Âren kann, und dann wurde mein Kehlkopf gefilmt. Unangenehmes Gef├╝hl, eklige Bilder, die entstanden sind, aber es ist die Erkenntnis wert gewesen, dass ich auch hier schon irgendwo zwischen Mann und Frau stehe: Ich glaube, es waren die Stimmlippen, die bei mir nur in der unteren H├Ąlfte bei bestimmten T├Ânen ganz geschlossen waren. Bei Frauen sind die Stimmlippen bei diesen T├Ânen nicht ganz, bei M├Ąnnern ganz geschlossen, ich stehe also dazwischen.

Abschlie├čend musste ich noch einmal mit Jessica ein paar kleinere Tests durchgehen und ihr noch einige Fragen zu meinem Hintergrund stellen (wann ich gemerkt habe, dass ich Transsexuell bin, wie mein Umfeld reagiert hat, etc.), dann waren wir fertig und ich traf mich mit Ryu. Da wir eigentlich um 16:30 verabredet waren, ich aber schon um 16:00 fertig war, musste ich ein wenig warten, bis ich sie endlich, zum ersten Mal au├čerhalb vom Chat, treffen durfte.

Gemeinsam fuhren wir in die Stadt, plauderten ├╝ber dies und das und a├čen gem├╝tlich Sushi, bevor wir uns langsam auf machten Richtung Bahnhof und ich dann um 18:50 meine Bahn betrat. Erst um 22:30 war ich endlich wieder zu Hause.

Obwohl er sehr lang war, war der Tag aber auf jeden Fall extrem spannend und sch├Ân und ich bin sehr froh, die Reise auf mich genommen und daf├╝r 3 Vorlesungen verpasst zu haben ­čśë

Alina

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