Der Status des Studiums

Ich habe schon lange nicht mehr über mein Studium gebloggt, was eigentlich schon schade ist, schließlich ist es der Teil meines Alltags. Also wird es langsam mal wieder Zeit.

Ich begann im Sommersemester meinen Master of Science, nachdem ich meinen Bachelor deutlich schlechter als ich mir gewünscht hatte abgeschlossen habe. Gerade auch die Bachelor-Arbeit lief… sehr schlecht. Ich bin mit ihr rückblickend kein bisschen zufrieden. Das Timing für die Arbeit war grandios schlecht, da die Depression gerade schlimm wurde, und die Kommunikation meines Betreuers dürftig. Ich bin froh, das einfach irgendwie hinter mich gebracht zu haben und nutzte den Beginn meines Masters als Neustart.

Tatsächlich bin ich dieses Semester so motiviert, wie selten zuvor. Das liegt insbesondere daran, dass ich dieses Semester endlich in einem Themenbereich durchstarte, den ich mir ganz bewusst bis zum Schluss aufbewahrt habe: Computergrafik.

So lange ich mich zurück erinnere, habe ich den Wunsch irgendwann eigene Computerspiele zu entwickeln und Computergrafik ist ein wichtiger Teilaspekt davon. Ein meiner Meinung nach unglaublich spannender Teilaspekt noch dazu! Computergrafik ist die erste Vorlesung, in der ich konsequent und freiwillig jedes Übungsblatt mache, trotz vieler Mängel an den Formulierungen der Aufgaben unglaublich viel Spaß daran und bisher die maximal mögliche Punktzahl erreicht habe. Und das ist ja erst der Anfang: In den nächsten Semestern warten eine ganze Menge weiterführende Vorlesung im gleichen Themenbereich auf mich und ich bin hochmotiviert!

Leider kann ich nicht nur Vorlesungen zum Thema Computergrafik hören. Ich brauche auch einige Vorlesungen aus anderen Bereichen der Informatik und höre dort aktuell Vorlesungen zum Thema Verschlüsselungen und Kryptographie. Auch dieses Themenfeld ist ziemlich interessant und für mich eine Art zweites Stützbein. Ich hab genug Spaß an diesem Bereich, dass ich ihn als berufliche Alternative fest im Auge behalte.

Aber auch Abseits der Informatik muss ich einige Bereiche abdecken. So höre ich im Ergänzungsfach die Vorlesung Virtual Engineering, die ich als Mix aus einer großen Menge Maschinenbau, etwas Informatik und einigem Management bezeichnen würde. Schwer zu beschreiben und meiner Meinung nach recht trocken, aber im nächsten Semester kann ich dann an einem recht interessanten Praktikum teilnehmen. Die Wahl des Ergänzungsfaches war allerdings für mich sowieso schon keine leichte, da erschien mir dieses Thema als kleinstes Übel und ich bin ganz zufrieden damit. Zwei andere Ergänzungsfächer hab ich ausprobiert und abgebrochen.

Außerdem hab ich letztes Semester endlich wieder einen Schwedisch-Kurs besucht. Ich hätte ihn gern dieses Semester weitergeführt, allerdings überschnitt sich der Termin mit einem anderen, wichtigen Termin und ich konnte daher nicht teilnehmen.

Nachdem ich in der schweren Zeit meiner Depression das Studium beinah geschmissen hätte, bin ich mittlerweile wieder unglaublich glücklich mit meinem Studium. Spätestens dadurch, dass ich nebenher auch noch einem HiWi-Job als Tutorin nachgehe, welcher eine Erstsemestervorlesung begleitet, hab ich ziemlich viel um die Ohren, aber ich hab trotzdem Spaß dran.

Bringt eins dann noch das aktuelle Durcheinander meiner Freizeit mit in den Mix, entsteht ein Chaos, welches dem Titel dieses Blogs würdig ist. Immerhin hab ich auch am Durcheinander der Freizeit unglaublich viel Freude. Es ist zwar anstrengend, aber ich habe aktuell eine unglaublich tolle Zeit. Da werde ich mich sicher nicht darüber beschweren!

Alina

Wieder ein Jahr vorbei

Contentwarning: Dieser Artikel umfasst die folgenden Themen: Depressionen (am Rande erwähnt)

Nun ist bereits Dezember und damit schon wieder ein Jahr fast rum. Gerade die letzten Monate wurde es auf meinem Blog wieder sehr ruhig. Das hat zwei Gründe: Zum einen gab es nicht viel, von dem ich hier hätte bloggen wollen. Ich hab in letzter Zeit viele tolle Dinge erlebt, aber so richtig etwas großes, das ich gern gebloggt hätte, gab es nicht wirklich. Zum Anderen… nun ja. Schrieb ich vor zwei Monaten noch im Artikel über Depressionen, dass ich hoffte, meine seien Überwunden, erwischten sie mich kurz darauf doch wieder. Sie sind gefühlt ähnlich schlimm wie die, die ich letztes Jahr erlebt habe, aber dieses Mal hab ich die oben erwähnten tollen Erfahrungen, die mich noch gut über Wasser halten. Die Depressionen haben aktuell wenig Einfluss auf meinen Alltag, halten mich aber in meiner Freizeit davon ab, meinen Hobbys groß nach zu gehen. Stattdessen pflege ich meine sozialen Kontakte, ein weiterer wichtiger, stützender Faktor.

Ich kann mich aber darauf nicht ausruhen. Soziale Kontakte und gute Ablenkung mögen mich vorerst stützen, aber das wird natürlich nicht ewig gut gehen. Aus diesem Grunde habe ich mich mittlerweile an eine Tagesklinik gewendet und werde dort im Januar einen Platz bekommen – im Dezember stehen noch einige Termine an, die ich unbedingt wahrnehmen möchte, um vorher etwas Kraft zu tanken. Dazu gehören vor Allem Weihnachten bei meinen Eltern und das erste Furious Feedback – Konzert. Furious Feedback ist das musikalische Projekt von Daniel, den ich ja auch schon hin und wieder hier im Blog erwähnte, und ich verfolge das Projekt vom ersten Demo-Song an mit Begeisterung. Zwischendurch werde ich mich außerdem wieder mit vielen tollen Leuten treffen, die ich sonst viel zu selten sehe.

Ein paar Dinge möchte ich aber doch noch erzählen, die mir in letzter Zeit widerfahren sind. Sie sind alle keinen eigenen Blogpost wert, aber vielleicht trotzdem ganz interessant.

Meine Gesichtszüge werden zunehmend weicher. Vor ein paar Tagen lernte ich eine junge Frau kennen, die mir im Laufe des Abends das Kompliment machte, ich habe so ein schönes Gesicht. Später sprach ich sie darauf an, ob sie gemerkt habe, dass ich Transsexuell bin – ja, hatte sie, aber nur, weil sie mit der Thematik vertraut ist. Insbesondere hob sie hervor, dass sie der festen Überzeugung ist, dass Menschen, die sich nicht mit Transsexualität auskennen, mein Gesicht garantiert als weiblich identifizieren würden.

Vor ein paar Wochen war ich für ein Wochenende in Österreich. Dort traf ich auf ein Pärchen, welches meinte, mich zu erkennen. Nach einigem hin und her wurde uns klar, woher: Die beiden lesen meinen Blog. Hallo an euch zwei 🙂 Ich fand es echt faszinierend, aber auch etwas irritierend, plötzlich und ohne Vorwarnung an einem Ort, an dem ich nie zuvor war, zwei Menschen zu treffen, die meinen Blog lesen und mich dann sogar erkennen. Auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung!

Nach einigem Hin und Her ist meine Bachelorarbeit durch und dieses Semester stehen nur noch zwei Vorlesungen an, bis ich dann auch meinen ersten akademischen Abschluss (Bachelor of Science in Informatik) habe. Auch war meine finanzielle Absicherung zwischendurch wackelig, hat sich nun aber gefangen und ich habe ein recht entspanntes (Rest-)Semester vor mir. Das ist auch gut so, schließlich hab ich ab Januar ja auch noch ein bisschen mehr um die Ohren.

Ansonsten gibt es, denke ich, nicht viel, das erzählenswert wäre, daher belasse ich es an dieser Stelle einfach dabei. Die nächsten Wochen und Monate wird’s dann hier vermutlich wegen dem Rumreisen und dem Klinikaufenthalt auch weniger von mir zu hören geben, aber vielleicht hab ich danach dann wieder mehr interessantes zu erzählen.

Alina

Wäre doch zu schön, würde Pläne aufgehen

Ich lebe noch! 😀

Wie schon so manches Mal, wenn ich versprochen haben, „bis X fange ich wieder regelmäßiger zu bloggen an“ ist mir auch diesmal etwas dazwischen gekommen. Und bevor ich halbgare Blogposts lieblos hier in den Raum werfe, müsst ihr in solchen Momenten leider damit leben, dass es hier etwas still wird. Mir ist es einfach wichtiger, mir Zeit für meine Artikel zu nehmen, auch wenn darunter leider immer wieder die Regelmäßigkeit leidet. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis.

Grund ist diesmal übrigens meine Bachlorarbeit, die ich noch diesen Monat fertig bekommen musste, da ich Verlängerung, mit der ich fest gerechnet hatte, doch nicht bekommen habe. Bedeutete für mich in den letzten Wochen ziemlichen Stress, aber keine Bange: Ich hab es letztlich alles geschafft.

Damit hab ich jetzt alle Prüfungen und Ähnliches für dieses Semester hinter mir und noch einige Zeit bis die Vorlesungen wieder los gehen. Ich will nichts versprechen, bin aber optimistisch, in naher Zukunft einige schon längere geplante Posts schreiben zu können 🙂

Alina

Zurück

Wow, diese unplanmäßige Pause war lang. Zu lang, für meinen Geschmack. Ich hab das Bloggen vermisst! 😉

Warum ich überhaupt so lange weg war: Leider geriet ich nach meinem planmäßigen Urlaub und der dadurch bedingten Blogging-Pause in argen Unistress. Ich will euch die Details ersparen, aber ein Softwareprodukt in einem fünfköpfigen Team zu entwickeln und nebenher auf Klausuren zu lernen, kann ganz schön stressig werden.

Vorbei ist zwar weder das Lernen noch das Projekt, aber ich habe eine Ruhephase – wenn es sich dabei nicht nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt, sollte ich demnächst mal wieder ausführlicher bloggen können. Für heute belass‘ ich’s aber bei diesem Lebenszeichen.

Alina

Das BMT – Der Auftakt des Urlaubs

Sooooo, endlich melde ich mich aus der Sommerpause zurück. Es gibt viel zu berichten, doch fangen wir chronologisch an.

Zuletzt berichtet habe ich ja vom MPS, dem Mittelaltermarkt, der vor einiger Zeit in Karlsruhe stopp gemacht hat. Nun, am Dienstag nach dem MPS-Wochenende hieß es für mich: Klausur! Algorithmen 1 habe ich geschrieben und, wie ich mittlerweile weiß, auch bestanden. Die Klausur fand zwar erst abends statt, aber Sabbi und ich ließen es uns nicht nehmen, noch am selben Abend zum BMT, dem großen Forentreffen in Bremen, aufzubrechen.

Der Nachtzug war… unangenehm. Leider gerieten wir in einen Zug voller Metaler, die nach Wacken zum W:O:A wollten und an Schlaf nicht einmal gedacht haben. Nehme man noch seltsame Leute hinzu, die ihrer noch-nicht-Partner am Telefon fragen, ob man nicht die Nacht durchtelefonieren will, weil es ja sonst zu langweilig ist, fertig ist eine Mischung, bei der man nicht über 3 Stunden Schlaf bekommt – unzusammenhängend. Sabbi meint, bei ihr wäre es noch weniger gewesen.

Gegen 6:00 (ja, morgens.) kamen wir dann endlich in Bremen an. Für mich lohnte es sich nicht, schlafen zu gehen: Ich war abends für’s Kochen zuständig und sollte daher morgens mit dem Einkaufsorgas einkaufen. Auch Sabbi entschied, wach zu bleiben. Nach dem Einkaufen fühlte ich mich übrigens so fit, als hätte ich 8 Stunden geschlafen 😉

Da ich den weiteren Verlauf nicht mehr so wirklich chronologisch zusammen bekomme, hier statt dessen eine Sammlung verschiedener Dinge.

Ich habe an 2 Runden Werwölfe von Düsterwald teilgenommen, die wieder absolut spitze waren. In der BMT-Runde macht es einfach unglaublich Spaß, gerade weil sie, im Gegensatz zur Runde hier in Karlsruhe, nicht stundenlang diskutiert, bis etwas sicher ist, sondern man halt auch mal auf Verdacht hängt. Klar, das Fehlerrisiko ist größer, aber dafür die Runden schneller und lockerer. Mir macht beides Spaß, aber so locker, wie auf dem BMT finde ich angenehmer.

Es gab einen Rollenspiel-Entwicklungs-Workshop, der ziemlich genial war. Wir haben ein System entwickelt, bei dem es darum geht, eine Siedlung in unbekannten Land zu errichten, auf zu bauen und zu überleben. Wie dieses unbekannte Land aussieht, ist dabei völlig frei entscheidbar und nicht von den Regeln vorgegeben. Ich freue mich schon drauf, dass System demnächst mal auszuprobieren.

Ich hab an mehr Tagen Essen zubereitet (Pizzasuppe und Taco-Salat), beide Male ist mein Gericht super angenommen worden.

Ich stand wieder mit Tq alias Vintal Valentine alias Daniel alias „Die Stimme von Furious Feedback“ auf der Bühne und durfte ihn gesanglich Unterstützen. Diesmal leider sehr spontan, wodurch ich bei einigen Songs, bei denen er die Gesangsspur irgendwann leicht geändert hatte, etwas am rumholpern war, alles in allem war es aber trotzdem genial wieder auf einer Bühne zu singen.

Ich bin siebte beim Pokern geworden und hab drei DVDs abgestaubt: The Color of Magic, Fluch der Karibik 1 und Ice Age 1.

Im Alleingang hab ich am letzten Abend noch den Präsi-Abend aus dem Boden gestampft. Er war zwar vorher schon im Forum diskutiert worden und es gab einen Gast, der extra dafür angereist war, aber irgendwie hatte sich niemand dafür verantwortlich gefühlt. Also hab ich das Ruder in die Hand genommen und innerhalb von 2 Stunden dafür gesorgt, dass wir einen Präsi-Abend hatten. Präsi ist dabei übrigens die Kurzform von Präsentation, nicht Präsident oder so 😉

Und unzählige Male saß ich im Foyer und wartete, dass etwas spannendes passierte. Das nennt sich dann „rum-bmt-en“. Und es funktioniert. Selten musste ich länger als 5 Minuten warten, bis jemand dazu kam und irgendetwas passierte, dass mich unterhielt.

Auch Sabbi hatte viel Spaß und will unbedingt wieder zum BMT, auch wenn wir recht wenig gemeinsam gemacht haben. Naja, macht aber ja nichts, wenn wir beide Spaß hatten ^^

Wie es nach dem BMT dann weiterging erfahrt ihr im nächsten Beitrag 🙂

Alina

Mal wieder ein kleines Update

So, mal wieder ein kleines bisschen Zeit für den Blog, aber keine Ahnung, was ich bloggen könnte xD Dieses Wochenende war meine Freundin zum ersten Mal hier im Karlsruhe um mich zu besuchen, bisher war ich seit meinem Umzug nur bei ihr. In anderen Worten: Es war ein schönes Wochenende 🙂 Uni läuft wieder etwas besser, da diesmal nur das Übungsblatt zur Höheren Mathematik bösartig schwer war, lineare Algebra aber wieder etwas leichter geworden ist. Gott sei Dank. Außerdem hab ich diese Woche endlich ein paar Leute, die mit auf diesem Flur im Wohnheim wohnen, etwas näher kennen gelernt. Endlich 😉 Wurde echt langsam Zeit. Ja, was kann ich sonst noch so schreiben? Eigentlich nicht viel. Alles in allem war die Woche ziemlich unspektakulär 😉 Aber ich hoffe, dass ich nächstes Wochenende oder so dazu komme, mal wieder über ein ausgewähltes Thema ausführlicher zu bloggen. Bis dahin 🙂

Kleines Update

Gut, viel wird das hier nicht, aber ich wollte zumindest ein bisschen was Posten 😉 Vor genau einer Woche, am 25.10., spielten ASP mit Vorband Lahannya (ich liebe beide Bands) in Stuttgart, ich war mit dem Schwertbesitzer und (nebenher erwähnt) als Alina dort, obwohl wir im Voraus wussten, dass wir erst um am nächsten Tag um 7:00 zu Hause sein würden (doofer Streik der öffentlichen Verkehrsmittel 🙁 Nichts gegen den Streik an sich, aber warum ausgerechnet an dem Tag? 🙁 ). Ich hätte eigentlich am Mittwoch um 8:00 eine Lineare Algebra Vorlesung gehabt, aber ich hab nicht viel verpasst, obwohl ich bis 13:00 geschlafen hab 😉 Abends war noch ein Tutorium zum selben Stoff, ich hab’s da dann direkt nachholen können. Von dem Tag an war ich bis einschließlich Montag Morgen Alina. Fühlte sich einfach richtig an. Das ist ein wenig schwer zu jemanden zu erklären, der es nicht kennt, aber ich fühle mich manchmal als Mann unwohl, das war letzte Woche der Fall. Ich vermute, wenn ich ausreichend Klamotten hätte, wäre ich auch nicht seit gestern morgen wieder Mann. Es fühlt sich derzeit zwar nicht falsch an, aber ich bin mir recht sicher, ich würde mich im Moment als Alina noch etwas wohler fühlen. Ich vermute, dass diesen Gefühl irgendwann nicht mehr da sein wird. Noch ist es neu und spannend, wann ich will Alina sein zu können. Wenn es irgendwann normal wird, wird, denke ich, der Wunsch danach nachlassen. Und wenn nicht: Nun, dann bin ich wohl doch Transsexuell. Aber ehrlich gesagt ist es einfach noch zu früh sich dazu eine Meinung zu bilden. Time will tell 😉 Ich wollte den Gedanken nur mit denjenigen teilen, denen er möglicherweise noch neu ist. Ansonsten kann ich sagen, dass Höhere Mathematik… seltsam ist. Der Stoff ist schwer, unser Übungsleiter und auch unser Tutor (Übungsleiter ist für die Übungsblätter, die wir bearbeiten müssen, zuständig, Tutor ne Art Nachhilfelehrer, nur ist es eben keine Nachhilfe sondern eine reguläre Veranstaltung) sind gelinde gesagt sehr schlecht, einzig unser Prof, der in der Vorlesung den Stoff behandelt, ist gut. Leider ist er nicht nur gut, sondern auch schnell. Verstehen ist nicht mehr Teil der Vorlesung: In der Vorlesung wird nur mitgeschrieben. In Lineare Algebra sind Übungsleiter und Prof weniger gut, dafür unsere Tutorin klasse. Es läuft derzeit echt rund. Und muss ich über Programmieren und Grundbegriffe der Informatik reden? Dort lern ich derzeit nichts neues, von daher verfolge ich beides eher nebenbei, bin noch nicht wirklich gefordert. Ich weiß, dass wird sich ändern, worauf ich mich auch freue, aber noch sind GBI und Programmieren sehr entspannt. Vielleicht sollte ich demnächst mal mehr über die Uni bloggen. Könnte mal was von der ATIS erzählen oder so 😉

2 volle Tage Alina

Gut, viel gibt es eigentlich nicht zu erzählen, weil nichts wirklich unerwartetes passiert ist, eine Sache gibt es aber doch: Von Montagmorgen an war ich 2 volle Tage Alina, erst seit heute morgen bin ich wieder als Mann unterwegs. Hat sich richtig angefühlt, also wird es das gewesen sein 😉
Ansonsten könnte ich jetzt noch davon erzählen, dass die bisherigen Vorlesungen alle langweilig und zu leicht oder angemessen fordernd und interessant waren, bisher war Gott sei Dank nichts zu schwer. Aber ich denke, zur Uni werde ich am Ende der Woche nochmal einen Post veröffentlichen, wenn ich die erste richtige Woche rückblickend betrachten kann 😉

Impressionen der letzten Woche

Huch, ist es wirklich schon über eine Woche her, dass ich gebloggt habe? Es kommt mir ganz ehrlich so vor, als hätte ich den letzten Eintrag erst gerade eben fertig gestellt, denn ich bin derzeit nur am Rotieren. Nicht, dass es schlecht wäre, ich hab jede Menge Spaß, aber Zeit bleibt im Moment keine. Fang ich doch einfach mal da an, wo ich aufgehört habe: Letzte Woche Dienstag. Wie ich geschrieben habe, war ein Treffen mit dem Schwertbesitzer und der Gewandeten oder ein Brettspieleabend denkbar, tatsächlich haben wir dann beides kombiniert, waren also gemeinsam auf dem Brettspieleabend. Ich war als Alina dort, woran sich aber niemand störte – auch der nicht, dem ich bei meinem letzten Besuch der Stadt schon als Mann begegnet war, aber ihm noch nicht erzählen hatte, dass es Alina gibt. Er nahm es einfach hin. Im Anschluss waren wir mit einigen weiteren Freunden noch Italienisch essen. Am nächsten Tag traf ich mich noch einmal mit der Gewandeten und dem Schwertbesitzer. Wir übten hier auf dem Gelände des Wohnheims Schaukampf und lernten dadurch ein paar neue Leute kennen. Ab Donnerstag besuchte ich bis Sonntag Abend meine Freundin. Erwähnenswert ist, dass wir einen Abend als zwei Frauen essen gegangen sind. Zumindest wäre es zu dem Zeitpunkt noch erwähnenswert für mich gewesen, da es das… ich glaub es war das 5te oder 6te Mal, dass ich als Alina unterwegs war, aber ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen. Denn seit Montag morgen kennen viele zwar nicht den Namen Alina, wissen aber sehr wohl, dass ich Transident bin: Ich bin zur O-Phase, der Studiumseinführung, als Alina erschienen und habe so den ganzen Montag verbracht. Ich habe der Gruppe, der ich eingeteilt bin, zwar meinen männlichen Namen genannt (einfach, weil es mir im dem Moment einfacher vorkam, rückblickend bin ich da nicht mehr so sicher, wie es sinnvoll gewesen wäre), aber mittlerweile haben einige schon erfahren, dass ich mich selbst lieber Alina nenne, wenn ich als Frau unterwegs bin. Gestern war ich dann den Tag über als Mann unterwegs, Abends jedoch als Frau zur Haupt-Feier der O-Phase. War ein schöner Abend, auch wenn es leider absolut nicht meinen Musikgeschmack getroffen hat. Hab mich dann mit einigen Leuten an die Bierbänke & -tische zurück gezogen und mir Durak beibringen lassen, ein Kartenspiel. Alles in allem muss ich sagen, dass ich als Transgender hier noch weniger gemustert werde als auf dem M’era Luna, obwohl Trans* auf dem M’era keine Seltenheit sind und ich auch dort schon kaum deswegen auffiel. Aber hier: Nichts. Nur ein einziges Mal hab ich jemanden dabei ertappt, wie er mich gemustert hat. Ein schönes Gefühl, sein Ding machen zu können, ohne groß Angst haben zu müssen, dass man auf Ablehnung stößt oder jemanden trifft, der einen nur als Mann kennt. 🙂

Aufbruchsmelancholie

Nun ist es also soweit. Morgen werde ich dieses Haus, welches ich schon so einige Jahre mein Zu Hause nannte, verlassen und es und diese gesamte Region so bald nicht wieder sehen. Morgen ziehe ich aus, übermorgen in ein Wohnheim ein.
Eigentlich sollte ich jetzt gerade packen, aber ich mag gerade nicht. Gerade überkommt mich ein Gefühl von „Ich will hier nicht weg, meine Freunde, meine Bekannten, meine Familie, mein bisheriges Leben nicht zurück lassen.“
Ich weiß, dass es eigentlich nicht so schlimm ist, wie es sich gerade anfühlt. Aber leider kommunizieren Herz und Kopf da gerade nicht miteinander. Ich weiß, dass die Fremde, die mein baldiger Wohnort noch immer ist, eine riesige Chance bietet, aber trotzdem fühlt es sich falsch an. Naja, so geht es wohl jedem, der zum erste Mal wirklich umzieht. Die Herbergs-Dienstwohnung, die ich eine Weile bezogen hab, lag ja nur im Nachbarort. Wird sich sicher legen.
Und hoffentlich legt sich auch bald, dass ich seit gestern ziemlich missverständlich formulieren. Eine E-Mail an meine Freunde sollte nicht unbedingt den ziemlich leicht misszuverstehenden Titel „Ein Abschied“ tragen und jemandem, den ich bitte, online zu kommen, da ich einen Rat brauche, sollte ich schreiben, dass mir nicht gerade etwas schreckliches zugestoßen ist, sondern es um Klamotten geht xD
Naja, wird schon alles werden. Ich versuch einfach so zu tun, als ob ich optimistisch wäre, vielleicht glaubt mein Herz mir das dann und hört auf, so schwarz zu malen 😉