Das generische Maskulinum: Ein anderer Blickwinkel.

Hinweis: Dieser Artikel ist veraltet und entspricht nicht mehr meinen aktuellen Ansichten.

(Auch wenn es schon in der Hinweisbox steht: Dieser Artikel entspricht bei weitem nicht mehr meinen aktuellen Ansichten zum Thema! Dazu: Mein Text über gendergerechte Sprache.)

Vor ein paar Tagen habe ich einen neuen Artikel über Namen veröffentlicht, heute möchte ich auf einen anderen Artikel zurückblicken: Den, über das generische Maskulinum.

Vor kurzem ist mir ein Artikel über das generische Maskulinum geschickt worden, in dem eine Frau davon berichtet, dass sie es ein Unding findet, dass es immer noch oft verwendet wird. Ihr Argument ist, dass Studien festgestellt haben, dass Testpersonen beim generischen Maskulinum meist im ersten Moment glauben, es ginge ausschließlich um Männer. Die Autorin behauptet, dass somit, auch wenn sie sich bewusst ist, dass das generische Maskulinum ein grammatikalisches Phänomen ist, Frauen ausgeschlossen, diskriminiert werden.

Ich finde diesen Artikel ziemlich gut und lesenswert, obwohl meine Meinung dazu eine andere ist, wie man in meinem Artikel nachlesen kann. Denn, wenn jemand von “Studentinnen und Studenten” spricht, spricht er längst nicht alle Studierenden an. In meinem Falle mag das noch unproblematisch sein, da ich selbst mich entweder als Student oder als Studentin sehe, aber nie als keines von beiden, aber es gibt Personen, von denen ich weiß und die ich hoffentlich bald endlich ein paar persönlich kennen lerne, die könnten sich nun immer noch nicht einordnen. Die Gender Gap macht das nur noch schlimmer.

Was also tun, um es allen recht zu machen? Meiner Meinung nach müssen wir einfach weiter machen wie bisher. Ich stoße, ohne das ich suche, auf immer mehr Gruppierungen, die sich mit dem Thema Gender befassen und ich glaube, es werden auch prozentual immer mehr Leute für dieses Thema sensibilisiert. Wenn irgendwann eine tatsächliche Gleichstellung nicht nur der Frau, sondern auch von Transgendern erfolgt, dann wird keiner mehr solche Formen wie “Studentinnen und Studenten” oder “Student Innen” brauchen, da beim generischen Maskulinum jeder wüsste: “Frauen, Transgender, Männer und auch alle anderen Menschen natürlich inbegriffen”.

Aber das ist meine Meinung. Andere Meinungen sind mir herzlich willkommen, ich lern gerne neue Blickwinkel kennen, auch wenn ich nicht dafür garantiere, dass es meinen Blickwinkel ändert 😉

Alina

[Nachtrag:] Ich habe mich in meinen Artikel nur auf ein Argument der Autorin des verlinkten Artikels bezogen, wie ich gerade feststelle. Sie schneidet noch einige andere Punkte an, die auch sehr interessant sind, lest am Besten selbst: Frauen natürlich ausgenommen